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View Full Version : Einstieg in die EDM gesucht


DerDan
08-24-2015, 04:50 AM
Hi,

ich habe ein paar Fragen bezüglich des Starts in die EDM.
Und zwar besitze ich die nötige Hard- und Software, habe mich mit dem Equipment in den Grundzügen vertraut gemacht, aber keine Ahnung wie ich jetzt voll einsteige in die EDM.
Durch Suchen bin ich auf den Tipp gestoßen, dass man anfangs Songs kopieren soll, so gut wie möglich, um die Handhabung der eigenen Ausrüstung zu vertiefen und die Möglichkeiten kennenzulernen.
Da ich in Richtung DnB gehen möchte habe ich mich schonmal nach leichten Liedern umgehört, aber noch nichts passendes gefunden.

Wie seid ihr an die Sache rangegangen?
Oder habt ihr sonst noch Tipps für mich?

Grüßle

beingmf
08-24-2015, 05:15 AM
Da hast Du Dir ja was vorgenommen - DnB ist natürlich knifflig, aber macht super Spaß :) Equipment ist natürlich nur (höchstens) 25%, viel wichtiger ist Hören, Hören, Zuhören, Kapieren und mal das ein oder andere "In the studio with ..." anschauen. Wen findest Du denn musikalisch/soundtechnisch gut? Bei mir wären das wohl London Elektricity, Calibre, Dom&Roland, Marcus Intalex oder die ganzen Brasilianer (das early-2000er-Zeug halt :)). Manchmal songorientiert, manchmal funky und tricky Beat-Wizardry. Mit wenigen Elementen das Knackigste und Interessanteste rausholen, auch wenn sich's erstmal nicht so anhören mag.

DerDan
08-24-2015, 05:57 AM
Ich höre mehr Liquid DnB, auf youtube der channel Liquicity oder MrSuicideSheep sind genial. Interpreten die ich gut finde wären dann wohl Kamo&Crooked, Maduk, Koven, Netsky, ...
Aber ich interessiere mich auch für Ragga DnB und Jungle (zB Aphrodite).

Zu meinem Equipment könnte ich noch kurz ne Liste geben:
- M-Audio fast track pro (Interface)
- Nektar Impact LX25 (Controller)
- Reaper (DAW)
- Massive (Synth)
- Tx16w (Sampler)
- über 2gb kostenlose Samples
- Toontrack EZdrummer (Drumkit)
- Logitech Z3 / Beyerdynamic DT990 Pro Kopfhörer

Ich habe früher Keyboard und ein wenig E-Gitarre gespielt, beides aber eher auf dem Niveau "fortgeschrittener Anfänger".

An Tutorials schaue ich momentan die Videos von SeamlessR, allerdings sind die für mich nur zur Hälfte informativ, da manche Sachen (noch) nicht auf mich zutreffen.

beingmf
08-24-2015, 06:47 AM
Da sind wir ja stilistisch nicht weit auseinander (mal zur Klärung: ich MACH keinen DnB, ich hab nur viel gehört und aufgelegt). Und Jungle! Super! :)
Wie gesagt - Equipment ist nicht so wirklich wichtig, abgesehen von dem einzigen Punkt, den Du ausgelassen hast: Abhöre!?
Und natürlich: Vinylsammlung (Jazz, Soul, Library) vorhanden?

Wenn ich DnB machen würde, würde ich mit einer persönlichen Library von Samples anfangen: Kickdrums (unterteilt in mögliche Layersounds), Snares (dito), Hihats und Becken und natürlich Breakbeats. Am besten selbst von Vinyl aufnehmen und schon ein paar ge-tune-te Bearbeitungen abspeichern. Nicht zu viele - das ist dann der Grundstock für Deinen individuellen Sound.

Dann mit diesen paar Fetzen einen knackigen Beat reinhacken oder malen (kann beides grooven ... oder nicht :)). Je einen (einen!) signifikanten Sound für Pad, Bass und Arpeggio programmieren, eventuell wieder durch nen Sampler schicken und abgehen :D

EDIT: Ich bin ja quasi mit den ersten Samplern aufgewachsen - und tatsächlich ist der Workflow komplett anders (sprich: besser), wenn Du in Hardware samplest (und bearbeitest) vs. ein importiertes Audiofile in einem Softwaresampler zurechteditierst. Dazu kommt, dass man nicht unbegrenzt Speicherplatz hat (gut!) und die Dinger einen eigenen Sound haben (ich erinnere mich an "Akai oder Emu oder Roland?". Ich hatte/habe Casio und Akai). Je nach Eingangspegel und digitalem Übersteuern der Wandler kann das Sample unfassbar knackig klingen, anders als ein nachträglich draufgerechneter Bitcrusher. Wenn man Glück hat, kriegt man für gaaaaanz wenig Geld so ein Teil, und wenn's nur ein S2000 für 25€ ist (na ja, vielleicht sollte ich diese Aussage nochmal überdenken ;) ). Ich finde, das lohnt sich.

DerDan
08-24-2015, 08:29 AM
Also Vinyls habe ich keine.
Was meinst du mit Layersounds? Ne normale Kick mit zB einem Reverb drüber?

beingmf
08-24-2015, 09:17 AM
Also Vinyls habe ich keine.
Was meinst du mit Layersounds? Ne normale Kick mit zB einem Reverb drüber?

Ich meine z.B. ein Layer für den hochfrequenten Attack, einer für den mittigen Körper, ein digital angezerrter für den Knirsch und einer für den tieffrequenten Wumms. Nur als Beispiel. Ich kenn Leute, die layern bis zu 7 Sounds übereinander (wobei sich mir das noch nie erschlossen hat, wieso genau). Auf die Phase aufpassen!!!

Wenn Du keine Vinyls hast, wäre es vielleicht interessant, sich durch Myriaden von youtube-Rips durchzuhören und davon was zu verwenden. Es soll ja schließlich auch Spaß machen - mir würde es glaube ich keinen Spaß machen, mit vorgefertigten Loops irgendwas zusammenzuschustern, OTOH habe ich auch schon gute Sachen gehört, die sich rein aus der Digitalkonserve bedient haben. Ich find's halt weniger intuitiv, vielleicht tickst Du ja anders?

beingmf
08-24-2015, 09:23 AM
- über 2gb kostenlose Samples


Das find ich eben schwierig - man verliert sich komplett in "Ach, der Sound ist ganz gut, ach warte, der ist noch besser. Oh, DER ist ja geil, ah ne, der hier ist ja noch viel besser!" Und ehe man sich's versieht, hat man vergessen, wie der Track eigentlich klingen sollte.

beingmf
08-24-2015, 09:40 AM
... , abgesehen von dem einzigen Punkt, den Du ausgelassen hast: Abhöre!? ...

Sorry, das wäre "Logitech Z3", oder?

DerDan
08-24-2015, 10:02 AM
Sorry, das wäre "Logitech Z3", oder?

jupp, hatte es noch editiert

DerDan
08-25-2015, 04:59 AM
Wenn ich DnB machen würde, würde ich mit einer persönlichen Library von Samples anfangen: Kickdrums (unterteilt in mögliche Layersounds), Snares (dito), Hihats und Becken und natürlich Breakbeats.

Dazu brauche ich ja aber ein paar Samples um meine eigegen daraus zu "layern"?!
Ich hatte mir das Verfahren mal auf yt von howtomakemusic angeschaut; das bekomme ich hin ^^

Bei der Songstruktur bin ich mir noch etwas unsicher. Soweit ich das herausgefunden habe ist es doch im Prinzip:
Intro - Rise - Drop - Bridge - Drop - Outro
oder nicht?

beingmf
08-25-2015, 11:46 AM
Bei der Songstruktur bin ich mir noch etwas unsicher. Soweit ich das herausgefunden habe ist es doch im Prinzip:
Intro - Rise - Drop - Bridge - Drop - Outro
oder nicht?

Ich mein das jetzt gar nicht böse: Hör Dir doch einfach genügend gute Tracks an und verinnerliche die Struktur, den Sound, das Feel der Musik. Kein Jazzer könnte mit anderen zusammenspielen, wenn ihm nicht bestimmte Kürzel, Phrasen, Cues und Akkordfolgen durch Zuhören in Fleisch und Blut übergegangen wären. Er spielt einfach, was gespielt werden muss. Das lässt Raum für individuelle Interpretation, richtet sich aber doch nach gewissen Regeln. Warum ich den Jazzer anführe: weil er keine Zeit hat, drüber nachzudenken - es muss alles im Moment des gemeinsamen Musizierens passieren. Das Gleiche gilt für jede Art von Musik, sogar Schlager und Kirmestechno :-o

Wenn man als U-Musiker zu verkopft rangeht, wird die Sache m.E. ein bisschen arg steif :)

beingmf
08-25-2015, 11:51 AM
Als Urheber von "Bassmusik" würde ich übrigens unbedingt mal (öfter) in einen entsprechenden Club gehen und die Musik körperlich auf mich wirken lassen. Ich glaube, da geht einem das Licht auf!

DerDan
08-27-2015, 10:08 AM
wir haben zwar einen sehr guten Elektro-Club in der Stadt der anscheinend auch unter den Top10 in Deutschland rangiert, aber DnB wird gefühlt alle 100 Jahre gespielt ^^
Aber mal sehen, irgendwann wird mal was in der Nähe laufen. Zur Not nächstes Jahr aufs Liquicity in Amsterdam.

beingmf
08-30-2015, 03:28 AM
wir haben zwar einen sehr guten Elektro-Club in der Stadt ...

woisndas?

DerDan
08-31-2015, 03:44 AM
Pforzheim, BW.
Der Club heißt Salt&Pepper

beingmf
08-31-2015, 06:13 AM
Oh ja - in Deiner Ecke sieht's echt nicht gut aus :(

Gibt's in Strassburg nix Gescheites?

DerDan
09-02-2015, 11:30 AM
das wäre halt mal n Abenteuer da hinzufahren für einen Abend :-D