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View Full Version : Beste Plugins für Mixing/Mastering


ernie
10-14-2015, 12:17 AM
Hallo zusammen,

ich bin noch nicht allzu lange dabei und würde gerne wissen, welche guten Plugins ihr fürs Mixing/Mastering verwendet (wenns geht kostenlos).

Bzw gibt es gute Anleitungen, von denen man das lernen kann, wie man das richtig macht?
Braucht man auch ein gutes Equipment? Derzeit bin ich nur "Bedroom-Producer" mit Laptop + Kopfhörern..


Danke im Voraus.

beingmf
10-14-2015, 05:39 AM
ReaComp, ReaEQ, ReaGate, ReaVerb (gute Impulsantworten findet Du z.B. im "Reaper Stash") sollten in jedem Fall erst einmal ausreichen.

Fang einfach mal an, und sollte Dir auffallen, dass Mischen mit Kopfhörer nicht funktioniert, brauchst Du Monitorboxen. Aber alles der Reihe nach :)

Regel Nr. 1 (kein Spaß): Es liegt nicht am Equipment, wenn es nicht gut klingt!

Vollgerd
10-14-2015, 05:41 AM
Hallo,
als erstes muss man wissen, dass Mixing und Mastering zwei grundsätzlich verschiedene Dinge sind.

Dann benötigt man für beides ein gutes bis sehr gutes Equipment und am besten einen optimal eingerichteten Raum (Den haben aber die meisten schon nicht).

Ob ein Laptop ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich kein Laptop habe.

Nach dem was Du schreibst, ist sicher auch dein Kopfhörer nicht optimal.

Es gibt ja Leute, die behaupten, mit Kopfhörer könne man gar nicht mischen, andere mischen ausschließlich oder überwiegend mit Kopfhörer.

Also nicht alles was man hört, sollte man auch glauben.

Wenn Du dir einen Überblick über das Mixing verschaffen willst, kannst Du das über YouTube versuchen. Dort gibt es schon viele brauchbare Tipps. Letztendlich ist aber alles was man im Mixing und auch im Mastering macht, Geschmacksacht. (Nur Fehler sollte man dabei vermeiden, könnte sein, dass Fehler hört).

Wenn Du kostenlose plugin zum Mixen suchst, kannst Du diese alle bei Reaper finden. Die Effekte sind nicht schlecht, und kostenlos.

Wenn du noch null Erfahrungen im Mixing hast, würde ich mich um Mastering die nächsten Jahre zunächst gar nicht kümmern.
Ein guter Mix braucht nur wenig Mastering, ein schlechter Mix gar kein Mastering, weil er dadurch nicht besser wird.

Leider kann man auf deine allgemein gehaltene Frage nur sehr global antworten.

Bei einzelnen Problemen, kann man sicher auch näher drauf eingehen.

Gruß
Gerd

ernie
10-14-2015, 06:02 AM
vielen Dank für eure wertvollen Antworten :)

ich werde mir mal die Rea-Plugs anschauen.

Was ich bräuchte sind ein paar Grundregeln, wie die Spuren zb von der Lautstärke sein müssen VOR dem Mixing, und nach dem Mixing etc

Oder auch welche Plugins ich für welche Instrumente/Vocals etc nehme..

Bisher stehe ich sozusagen vor einem Wald und sehe die Bäume nicht :D

Natürlich ist meine Ausstattung bisher nicht optimal. Werde mir demnnächst auch Rechner + Boxen (o. bessere Kopfhörer) anschaffen.

Gibt es iwie Beispiel-Dateien, die man zb als Vergleich laden kann?
Also ein ungemixtes, ungemastertes Reaper-Projekt und das fertige Projekt (bzw gemixtes, gemastertes getrennt)?

Bisher hangle ich mich immer um 0db herum und versuche die Sounds so gut wie möglich darzustellen/zu erzeugen. Aber klingt nicht immer gut..

Vollgerd
10-14-2015, 09:52 AM
hallo,
das erste, was Du beachten musst, ist die Aufnahme.
Dabei dürfen die Ausschläge auf keinen Fall über 0 db sein.

Wenn Du fertige Samples nutzt, musst Du auch darauf achten, dass diese auf keinen Fall über 0db gehen.

Beim mixen, musst Du die Lautstärken der einzelnen Spuren in ihrer Lautstärk untereinander anpassen und ggf. nach rechts und links legen.

Dabei darauf achten, dass der Master nie über die 0db kommt. Am besten noch deutlich drunter bleiben, damit der Masteringspezialist noch was an der Lautstärke regeln kann. (Witz)

Das sind schon die Grundvoraussetzungen.

Spezielles würde ich mir erst mal über Youtube aneignen (Suchbegriff: Mixing)

Es gibt keine Dateien ungemixt und zum Vergleich gemixt.

Ansonsten üben, üben, üben, üben, üben. Und zwischendurch mal anhören. (noch'n Witz)

Bloomooroom
10-14-2015, 10:22 AM
Equalizer, Compressor, Limiter. Hat Reaper alles an Bord.
Das ist fürs Mastering.

Mixing ist eine Welt für sich. Hol Dir Literatur, Tutorials und und und...

beingmf
10-14-2015, 10:30 AM
Was ich bräuchte sind ein paar Grundregeln, wie die Spuren zb von der Lautstärke sein müssen VOR dem Mixing, und nach dem Mixing etc
Vor dem Mixing ist bekanntlich nach dem Mixing, oder auch: Wenn man sich vor Augen hält, dass viele Spuren am Ende summiert werden, ist 0dB schon mal ein denkbar schlechter Ausgangspunkt. -18dB klingen da schon vernünftiger, für jemanden, der nie "in analog" gearbeitet hat, sind -12 auch in Ordnung :))

Oder auch welche Plugins ich für welche Instrumente/Vocals etc nehme..
Wie Gerd (der immer noch nicht beim Frisör war!) schon feststellte: Üben und Ausprobieren. Als Anfänger kapiert man wahrscheinlich überhaupt nicht, was ein Kompressor macht und wie die einzelnen Parameter mit dem Material interagieren. Egal! Es gibt sicher auf YT Videos, die die grundsätzliche Vorgehensweise bei jedem Mix erläutern können.
Grundsätzlich machen Lautstärke (Fader), Frequenzverteilung (EQ, grob gesagt) und Dynamik (Kompression) die Musik. Dazu reichen o.g. Plugins 10 Mal, bzw. klingen sogar richtig gut. Andere Plugins mögen vielleicht besser aussehen - der Hörer am Ende sieht das nicht!

Bisher stehe ich sozusagen vor einem Wald und sehe die Bäume nicht :D
Klar - aber jeder (jeder!) kocht nur mit Wasser. Erfahrung zu sammeln ist wohl das Allerwichtigste in diesem Metier, und das dauert Jahre, macht aber tierisch Spaß ("Ach, DESWEGEN klingt ein 1176 so geil! Jetzt hab ich's!" usw.).

Natürlich ist meine Ausstattung bisher nicht optimal. Werde mir demnnächst auch Rechner + Boxen (o. bessere Kopfhörer) anschaffen.
Erste Frage dazu: Wie sieht Dein Raum aus (LxBxH)? Bzw. wie groß wäre Dein Budget?

... und versuche die Sounds so gut wie möglich darzustellen/zu erzeugen. Aber klingt nicht immer gut..
Ja, ist schon richtig. Der Gag ist, dass man irgendwann gelernt hat, worauf genau man eigentlich hören muss. Dein "gut" wird mit dem "gut" in 1 Jahr nichts mehr zu tun haben!

BJORG
10-14-2015, 11:13 AM
Um zu sehen was man beim Mixen mit Reaper machen kann habe ich hier einige nette Anregungen erhalten:

http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk.htm

Viele Stilrichtungen und bei ein paar Sachen gibt es komplete Reaperprojekte, z.B.:

http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk-projectmr1011.htm
oder
http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk-projectmr1305.htm
oder
http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk-projectmr1110.htm

Waren wohl Betrachtungen im Bezug auf Artikel zu Mixingproblemen:
http://www.soundonsound.com/sos/nov10/articles/mixrescue-1110.htm
und
http://www.soundonsound.com/sos/sep11/articles/mix-mistakes.htm

Vollgerd
10-14-2015, 04:53 PM
Wie Gerd (der immer noch nicht beim Frisör war!) schon feststellte....

ja, das hatten wir schon mal vor Jahren. Ich erinnere mich.
Das Bild ist schon etwas älter. Die Haare sind jetzt noch länger, werden aber immer wieder ein wenig nachgeschnitten.
(Muss mal ein neues Bild einstellen)

Gruß
Gerd

ernie
10-15-2015, 12:06 AM
danke Leute,

werde mir erstmal einige Tutorials dazu anschauen (leider bisher noch nicht viele auf Reaper Plugins bezogene gefunden). und dann üben üben üben..

manchmal klingt ein Mashup oder Remix von mir einfach schon gut, obwohl ich noch gar nicht gemixt habe..da frage ich mich, was die Erfahrenen noch mehr raushören, um zu sagen, dass er nicht gemixt/gemastert ist :D

aber wie schon von euch gesagt, Übung macht den Meister..habe mich bisher auch mehr mit Mashups beschäftigt als mit eigenen Melodien oder Samples. Das kommt jetzt so nach und nach :)

Die Links werde ich noch durchgehen, danke dafür.
Ich werde mal bei meinem neuesten Mashup versuchen bei allen Spuren unter 0db zu bleiben und dann mit den Plugins die Lautstärke anzupassen.

Sollte man dafür dann erst Rendern und dann ein neues Projekt anfangen mit den Stems oder lieber im selben Projekt bleiben und die Plugins auf jede Spur ziehen, wo eh schon einige andere vorhanden sind?

Oder macht das jeder wieder so wie ers für gut hält?

Mein Laptop ist leider nicht mehr der Leistungsstärkste, also denk ich fast dass die Variante mit dem neuen Projekt am besten ist. Ist halt nur blöd, dass man dann bei kleinen Änderungen an den Sounds, die jeweilige Spur wieder neu rendern und importieren muss..

LightOfDay
10-15-2015, 03:02 AM
verabschide dich zuert mal von der vorstellung, dass alles gemastert werden muss.

geh an deine mixe mit der vorstellung, dass du die mastering engineers arbeitslos machen willst, bzw auf das tätigkeitsfeld eingrenzen willst, füpr das sie eigentlich zuständig sind: das zusammenstellen von ganzen alben und das dementsprechende editieren der songs und die technische (!!) vorbereitung für bestimmte distributionen, vinyl (igitt), mp3, DVD/video, iTunes, CD, whatever.

die vorstellung, dass alles gemastert werden muss ist absolut irrsinning. das würde ja heissen, dass es keine mixe gibt die gut genug sind. und mastering ist NICHT dazu da, dinge zu reparieren oder die songs "laut" zu machen.

und, wie du sagst, manchmal braucht man kaum was zu machen. wenn du ein mashup machst, sind die dinge ja schon gemischt und gemastert. wenn du gute samples verwendest, sind die schon produziert, heisst gemischt und gemastert quasi.

also: lautstärke-verhältnisse anpassen und gut ist. manchmal. manchmal aber eben auch nicht. und dann musst du dir was einfallen lassen.

hör dir die richtig guten alben an, und achte drauf, wie die da was wie gemacht haben.

was ein richtig gutes album ist? ich habe keine ahnung wie alt du bist, aber zum richtig lernen muss man tatsächlich die üblichen verdächtigen aus den 70er heranziehen: Beatles (jaja, sind 60er, ich weiss das), Pink Floyd, Bowie, Steely Dan u.ä. (die Rolling Stone - liste der besten 500 alben aller zeiten ist ein guter anfang. kauf die alle, dann haste auch richtig gute musik zum hören auf jahrzehnte.)

da erfärht man dann gnadenlos, dass der technische kram nicht mal die halbe miete ist, sondern die musik an sich so "gebaut" ist, dass das passiert, was du auch schon bemerkt hast: sie mischt sich quasi selber. das liegt am arrangement. und dann kannst du hören und erleben, dass da dinge gemacht werden und worden sind, die heutzutage jeder angebliche "producer" mit eigenem YouTube-channel händevorsgesichtschlagend lauthals ablehnen würde.

ein letzter tipp: pass auf, was dir in tutorials erzählt wird, geh erstmal daon aus, dass die alle bullshit reden und nimm niemals irgendeinen tipp als "regel" zur kenntnis.

und halte dich fern von analog vs. digital debatten.

BJORG
10-15-2015, 03:49 AM
Ich werde mal bei meinem neuesten Mashup versuchen bei allen Spuren unter 0db zu bleiben und dann mit den Plugins die Lautstärke anzupassen.

Sollte man dafür dann erst Rendern und dann ein neues Projekt anfangen mit den Stems oder lieber im selben Projekt bleiben und die Plugins auf jede Spur ziehen, wo eh schon einige andere vorhanden sind?

Oder macht das jeder wieder so wie ers für gut hält?

Mein Laptop ist leider nicht mehr der Leistungsstärkste, also denk ich fast dass die Variante mit dem neuen Projekt am besten ist. Ist halt nur blöd, dass man dann bei kleinen Änderungen an den Sounds, die jeweilige Spur wieder neu rendern und importieren muss..

Alles in einem Projekt zu machen ist sicher flexibler zum Sounds verändern. Aber wenn dein Laptop nicht mehr das Allerneuste ist, dann wird intensiver Plugin-Einsatz die CPU-Last vielleicht an die Grenzen bringen und das Abhören macht keinen Spass mehr, wenn es dauernd knackt und ruckt. Ich würde dann vielleicht die Tracks mit viel Plugin-Last innerhalb des Projekts auf neue Tracks rendern (Rechts Klick im Trackpanel auf den gewünschten Track, dann Render/freeze Tracks und dann z.B. auf Render tracks to stereo stem tracks and mute orginals). Wenn der 'Plugin-Track gemutet wird, ist auch die CPU-Last weg. Zum Sound ändern den Plugin-Track auf Solo, bisschen an den Parametern drehen und wieder neu-rendern. Ist zwar auch ein bisschen geklicke, aber immerhin spart man sich das Wechseln zwischen Projekten. Besser ist es natürlich der Rechner hat genügend Power.

Wenn Du eh hauptsächlich Mashups machst, dann sollten sich die Anzahl der Tracks ja in Grenzen halten und auch mit Mastering würde ich mir dann keine große Gedanken machen, da du wohl meist mit modern und professionell erstelltem Material arbeiten wirst, wenn das jetzt 'nur' ein bisschen durch den Wolf gedreht wird, dann wird es sich trotzdem immer noch fett anhören. Spannender wird es wenn Du mit eigenen Sachen anfängst, da wird der Unterschied zu modern produzierten professionellen Sachen schnell deutlich.

Bloomooroom
10-15-2015, 04:08 AM
Um auf die Plugins zurück zu kommen:

Es gibt zahlreiche super Plugins kostenlos. Schau mal unter bedroomproducers. Sehr empfehlen kann ich die variety of sound. Genial!

Und als Buch: Mixing secrets von Mike Senior. Das Buch wirst Du mehrmals lesen und durcharbeiten. War für mich unverzichtbar.

ernie
10-15-2015, 04:24 AM
Um auf die Plugins zurück zu kommen:

Es gibt zahlreiche super Plugins kostenlos. Schau mal unter bedroomproducers. Sehr empfehlen kann ich die variety of sound. Genial!

Und als Buch: Mixing secrets von Mike Senior. Das Buch wirst Du mehrmals lesen und durcharbeiten. War für mich unverzichtbar.


danke, werde mir beides mal anschauen :)

ernie
10-15-2015, 07:02 AM
Empfehlt ihr auch die Normalisierungs-Funktion?

Ich benutze sie häufig bei Mashups, um Samples ansatzweise gleichlaut zu bekommen..

beingmf
10-15-2015, 08:15 AM
Siehe Post #7: Solange Du z.B. die Normalisierungsfunktion RMS -18dB verwendest, okay. Aber die Frage sei erlaubt, warum man ein Werkzeug braucht, um etwas "gleich laut" zu bekommen. Denn a) was bedeutet "gleich laut", b) hört man das denn nicht? Und c) was genau möchte man denn "gleich laut"?

Könnte man nun als Spitzfindigkeit interpretieren, ist aber durchaus ernst gemeint. Programmierst Du neue Drums für die Mashups oder nimmst Du wirklich Schnipsel/Samples aus den vorhandenen Tracks?

sugo
10-15-2015, 08:50 AM
https://www.youtube.com/watch?v=TEjOdqZFvhY
Mein Lieblingsvideo zum Thema Mixing! Soll ja auch Spass machen :) Schön veranschaulicht und vor allen Dingen tut mans Hören!

ernie
10-15-2015, 01:16 PM
Siehe Post #7: Solange Du z.B. die Normalisierungsfunktion RMS -18dB verwendest, okay. Aber die Frage sei erlaubt, warum man ein Werkzeug braucht, um etwas "gleich laut" zu bekommen. Denn a) was bedeutet "gleich laut", b) hört man das denn nicht? Und c) was genau möchte man denn "gleich laut"?

Könnte man nun als Spitzfindigkeit interpretieren, ist aber durchaus ernst gemeint. Programmierst Du neue Drums für die Mashups oder nimmst Du wirklich Schnipsel/Samples aus den vorhandenen Tracks?

du hast recht mit deiner Aussage :D
habe mich das im Nachhinein auch gefragt. Ich benutze nur Samples derzeit..manche sind halt leiser, manche lauter..und das einfachste war bisher mit der Normalisierungsfunktion.

Mr. Data
10-15-2015, 08:58 PM
ja, das hatten wir schon mal vor Jahren. Ich erinnere mich.
Das Bild ist schon etwas älter. Die Haare sind jetzt noch länger, werden aber immer wieder ein wenig nachgeschnitten.
(Muss mal ein neues Bild einstellen)

Gruß
Gerd

Hast Du denn schon ein Bewerbungsgespräch mit dem Bild geführt?
Was wird es verdienen? Bekommt es vielleicht sogar Gage??

Sorry, bin wieder mal albern ... :o

-Data

Balor
10-15-2015, 10:35 PM
@ NightandDay ups LightOfDay:
Mit deinem Tip sich an alte Produktionen zu orientieren in allen Ehren aber da Du ja anscheinend kein Freund von Vinyl bist und die digitale Version bevorzugst (ich übrigens nicht: Only vinyl is real hehehe) kann ich diesen Tip nicht für gut heissen. Wenn er sich da was Sound angeht wirklich was abkucken kann dann nur bei den alten Vinylaifagen so wie sie seinerzeit raisgekommen sind! Die digitalen versionen sind allesamt remastered, der Sound aufgepumpt und sämtliche Dynamic durch Lautheit ersetzt.
Früher zu Bandmaschinen Zeiten wurde zudem komplett anders an Produktionen heran gegangen wie heute. Das kann ich mit Sicherheit sagen weil ich mit meinen Bands die ersten Aufnahmen komplett analog aufgenommen hab (der einzige Rechner im Studio war seinerzeit ein ST mit Cubase für Midiaufgaben und das war Anfang der 90iger...
Ich selbst mache übrigens selber hin und wieder analpge Aufnahmen mit einer Tascam MSR 24 und der Dynamic Umfang und die natürliche Bandsättigung sind mit keinem Computer der Welt ui simulieren.
Der einzige Grund der meiner Meinung nach für eine DAW spricht ist der finanzielle Aufwand analoger Produktionen: Wartung und einmessen der Maschine, Bandspulen, benötigtes Outboardequipment...
Naja O.K. der Zeitaufwand bei analogen Sessions ist natürlich auch enorm hehehe...
Gruß

Edith:
Um noch mal auf den TE einzugehen: Sehr gute Freeware Plugs sind meiner Meinung nach das komplette Varity Of Sound Programm, die JB Plugins (die freien Versionen sind im Netzt mitlerweile etwas schwerer zu finden aber sie sind noch da), die Kajerhus Classic Serie, Karma FX. Die Reaper eigenen Bortmittel sind natürlich auch nicht zu verachten...

Vollgerd
10-16-2015, 04:36 AM
Hast Du denn schon ein Bewerbungsgespräch mit dem Bild geführt?
Was wird es verdienen? Bekommt es vielleicht sogar Gage??

Sorry, bin wieder mal albern ... :o

-Data

Ich führe keine Bewerbungsgespäche mit Bildern.:)
Die können doch nicht reden. (Aber es scheint doch sehr seriös und nett zu sein)

Gruß
Gerd

Vollgerd
10-16-2015, 04:45 AM
Um mal wieder was zum Thema zu sagen:

Musste jetzt erst mal nachsehen, was "Mashup" ist.
Die Posts habe ich nur überflogen, weil ich mich mit Samples oder Musikstückchen aus CD oder LP rausschneiden und zusammenpacken nicht so auskenne.

Aber:
Wenn man aus ner CD ein Teilstückchen rausschneidet ist das in der Regel ja schon gemixt und gemastert.
Es dürfte da also nicht mehr sooooo viel zum Nachbearbeiten geben. (Es sei denn, man will bestimmte Frequenzen rausfiltern).

Das Hauptproblem, dass der Mix scheiße klingt, dürfte da eher am Tunig bzw. der Tonart der Schnipsel liegen.
Bestimmte Töne passen nun mal nicht zusammen. (Ich weiß ja nicht, wie weit sich Ernie in der Musiktheorie auskennt. Aber auch beim Sample mischen braucht man Theorie).

Daher dürfte die Hauptbeschäftigung darin liegen, alles auf die gleiche Tonart zu bringen, oder vernünftige Übergänge zu anderen Tonarten zu erreichen und das Tempo anpassen, also das was ein moderner DJ auch machen muss.

anschließend kann man die Lautstärke anpassen.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Das rausschneiden von Schnipseln aus 1000ten von CD's wäre mir zu aufwendig.(Vermutlich wäre das Ergebnis noch schlechter, als das was ich jetzt mache).

Gruß
Gerd

beingmf
10-16-2015, 04:46 AM
du hast recht mit deiner Aussage :D
Ich hab immer Recht, haha :)
Edith:
Um noch mal auf den TE einzugehen: Sehr gute Freeware Plugs sind meiner Meinung nach das komplette Variety Of Sound Programm, die JB Plugins (die freien Versionen sind im Netz mitlerweile etwas schwerer zu finden, aber sie sind noch da), die Kajerhus Classic Serie, Karma FX. Die Reaper eigenen Bordmittel sind natürlich auch nicht zu verachten...

Um auf den TE ( :) ) einzugehen, müsste man ihm doch keine Drittanbieterplugins empfehlen. Wir wissen doch gar nicht, was er an den Rea- und JS-Plugs überhaupt vermisst. Die grundsätzliche Frage muss doch lauten: Was brauche ich, um den Sound, den ich im Kopf habe, zu erreichen? Ich könnte mir vorstellen, dass das im Falle des TE bedeutet: Einen EQ, ein Reverb, ein Echo, ein Dynamiktool wie z.B. "Transientendesigner" und einen Limiter. Filter ist wahrscheinlich im Dauereinsatz, oder?
EQ: ReaEQ ist für korrektive Aufgaben wirklich super (benutze ich ständig)
Reverb: ReaVerb mit den Pipeline-Impulsen oder tatsächlich VoS EpicVerb als algorithmischen Hall
Echo: in der JS-Suite (und im Stash) gibt es, sorry, saugeile Delays
Transient Tool: dito
Limiter: dito
Filter: dito

Ich will nur vermeiden, dass der liebe TE sich seine Festplatte mit "tollen" Plugins zumüllt, und vor lauter Ausprobieren gar nicht mehr zum Upmashen kommt. Wenn er an eine Grenze stößt und feststellt "Ach, auf der Snare wäre jetzt ein dbx160VU - nicht so wegen der Dynamikregelung, sondern wegen der Obertonstruktur bei Peaks über -6dB - ganz geil, dann reden wir weiter! :)

ernie
10-16-2015, 05:18 AM
bin gerade dabei, bei einem Mashup auch samples mit reinzunehmen..
muss ich da auch auf 0db achten bzw diese einzelnen samples dann auch mixen?

oder eher nicht, da die hauptsongs ja schon fertig gemixt sind?

danke nochmal :)

Vollgerd
10-16-2015, 06:03 AM
Wenn Du bei einem "fertigen" Mix noch Samples dazu gibst, ist der Mix bzw. das Musikstück nicht fertig.
Dann fängt der Mix wieder von vorne an.

Grundsätzlich: Alles was über 0db, ist Clippt. Das will niemand.
Ansonsten muss Du dir die Gesamtlautstärke anhören.
Hört man die Samples nicht, ist der Rest zu laut.

alles gaaaaaanz einfach.

Gruß
Gerd

beingmf
10-16-2015, 06:25 AM
muss ich da auch auf 0db achten
Du tätest Dir einen RIE-SENgefallen, würdest Du alles LEI-SER machen, nämlich auf -12dB :D Dann stellt sich so eine Frage gar nicht, und glaub mir, es wird alles BES-SER klingen, haha!

ernie
10-16-2015, 06:38 AM
Du tätest Dir einen RIE-SENgefallen, würdest Du alles LEI-SER machen, nämlich auf -12dB :D Dann stellt sich so eine Frage gar nicht, und glaub mir, es wird alles BES-SER klingen, haha!

werde ich mal ausprobieren :D
muss dann nur die boxen weiter aufdrehen, um überhaupt noch lautstärke unterschiede zu hören :D

muss ich dann vorm Rendern den Master-Track einfach aufdrehen?
oder wie läuft das ab, um wieder "normale" Lautstärke zu bekommen? Ich mein, wenn ich mir ein neues Lied anhöre, dann ist das ja nicht so leise, dass ich die Boxen mega aufdrehen muss :P

was ist eig dominanter:
die grüne Volume-Kurve oder Pegel links am Track?
Beispiel: habe links am Pegel -10db eingestellt, auf dem Track die Volume-Kurve geht von -5db zu 1db linear nach oben.

Balor
10-16-2015, 07:53 AM
Hey Ernie!

Die Lautstärke wird beim Mastern gemacht nicht beim Mix. Ausser Du willst den Mix ungemasterd lassen. Dann solltest Du an die 0db grenze ran und mit einem Limitet die Peaks abfangen.
Die -12 db nach oben sind der Headroom für den Mastering Mann. Meinem gebügen allerdings -8 / -6 db...
Mastering würde ich von meinen eigenen Produktionen nie selber machen denn es ist zumindest meiner bescheidenen Meinung nach besser wenn das ein aiswnstehender übernimmt der nicht die ganze Produktion bekleidet hat und mit frischen Ohren an die Sache ran geht.

Gruss

beingmf
10-16-2015, 08:29 AM
Warum denn?????
Die endültige Lautstärke wird "am Schluß" eingestellt. Ob beim "Mastering-Mann" (so es denn eine kommerzielle oder auf den "Markt" abzielende Produktion sein soll) oder, wie ich mir im Falle von ernie vorstellen kann, selbstistdermann mit einem Lautstärkeregler/Kompressor/Limiter auf dem Masterkanal (wenn man's halt einfach lauter haben will, für zuhause, "das Internet" und den Club).

ernie, Du fragst jetzt zurecht mit der Chuzpe des Neulings: "Aber warum lass ich dann nicht alles gleich von vorneherein lauter?" - Antwort: "Erstens, weil die meisten Plugins auf einen Nominalpegel von -18dB ausgelegt sind. Dieser Wert entspricht bei einem analogen Mischpult - also auch dem scheiß Pioneer im Club deiner Wahl - der "Null". Drüber geht's "ins Rote" und zerrt. Zwotens, weil Du damit genügend Headroom hast, um viele viele Bassdrums und Dropbässe (macht man das überhaupt noch?) über bzw. unter den bereits gemasterten Track zu legen und trotzdem in der Summe nicht "über Digital-Null" zu kommen. Was in der Praxis gar nicht geht, denn bei Null ist Schluß. In der halbtheoretischen Praxis ist es trotzdem möglich, aber dazu in ca. 3 Jahren, haha."

Dann hast Du ja doch Boxen? Genau - die soll man aufdrehen beim Mischen. Und wenn ich mir hier eine fertig gemasterte Platte anhöre, dann muss ich die Abhöre auch ganz schön viel leiser machen!

Nochmal zum "Mastering-Mann": Da kann ich ja von Glück reden, dass meiner ausschließlich bekleidet seinem Job nachgeht ;)
[einer für Mr.Data!]

ernie
10-16-2015, 08:57 AM
man hört tatsächlich besser die sample lautstärken/effekt-unterschiede, wenn man die spuren leiser stellt :P



was ist eig dominanter:
die grüne Volume-Kurve oder Pegel links am Track?
Beispiel: habe links am Pegel -10db eingestellt, auf dem Track die Volume-Kurve geht von -5db zu 1db linear nach oben.

kann einer noch diese Frage beantworten?

danke schonmal für eure tolle Unterstützung! :)

Vollgerd
10-16-2015, 09:09 AM
Hallo,
ich habe mir bei der vielen Theorie mal ein aktuelles Projekt von mir angesehen.
Die meisten Spuren liegen bei ca. -15db. Manche mehr manche weniger.
Die lautesten Teile liegen ca bei -3db. Kick und Snare. Aber das sind die Peaks die so deutlich ausschlagen.
auf dem Master gehe ich schon so hoch wie möglich, bleibe aber auch bei etwa -3db bis -6db.

Der Masteringmensch macht die Lautstärke ja nicht dadurch, dass er irgend einen Fader hochzieht.

Der komprimiert bzw. staucht ja das Material. Er nimmt die Spitzen weg, dadurch kann er andere Teile in der Lautstärke anheben.

Es bleibt letztendlich aber alles bei knapp unter 0db.

Also, wenn man nicht zum Mastering geht, bzw. selbst alles macht, dann kann man den Master schon deutlich aussteuern.

Zur Frage:
Das eine ist das RMS-signal, das andere ist das Peak-Signal. Das Peaksignal ist das lautere. Darf aber auch nicht über 0db kommen.

Gruß
Gerd

NS: "Die RMS-Leistung ist die mittlere Leistung über einem vorgegebenen Frequenzband, wobei das Signal, aus dem die RMS-Leistung errechnet wird, ein Rosa-Rauschen innerhalb des Frequenzbands ist. Der quadratische Mittelwert ist die wesentliche Größe für die thermische Bemessung einer Leistungsgröße."

Balor
10-16-2015, 10:46 AM
@beingf:
Ich hab doch geschrieben wenn es ungemastert bleiben soll nicht über 0db und die Peaks mit Limiter abfangen.
Aber an einer Stelle hab ich mich wohl falsch ausgedrückt: Ich gieng von Master aus und nicht von den einzelnen Spuren.
Gut die Produktionen die ich fahre sind meist für Veröffentlichingen auf CD, Vinyl oder Tape.
Und ich hab geschrieben meiner Meinung nach sollte das Mastering jemand machen der nicht in die komplette Produktion involviert war. Wenn Aufnahmen nur für den Privatgebrauch sind (so wie in meinem Fall Demos eined Albums meiner eigenen Band) mach ich das Mastering auch selber...
Gruss

ernie
10-16-2015, 11:39 AM
als wenn ich jetzt rendere, dann sieht das so aus (s. angehangenes Bild)

Ist das denn jetzt in Ordnung so circa?

Bzw, darf es beim wieder reinladen und Lautstärke vergrößern in den roten Bereich gehen?

Iwann würde es ja dann übersteuern, auch wenn es dann vllt gerade die richtige Lautstärke hat, an die ich von solchen Liedern gewöhnt bin..

Wie schaffen das andere Produzenten denn, dass man am Ende eine ordentliche Lautstärke hat?

Balor
10-16-2015, 11:57 AM
Also -0,2 db ist für ungemasterte Produktionen die nicht mehr gemastert werden O.K.. Falls Du die gerenderte Datei noch mastern willst ist es zu laut
Andere Produzenten geben den Mix mit ausreichend Headroom zum mastern und da wird dann Gas gegeben.
Edith:
Oder mastern selbst...

LightOfDay
10-16-2015, 12:33 PM
@beingf:
... meiner Meinung nach sollte das Mastering jemand machen der nicht in die komplette Produktion involviert war.

warum? satz frische ohren? eine zweite meinung? warum sollte das bei musik so sein? sind musiker nicht in der lage eigene entscheidungen zu treffen?

ich halte diese argumentation für schlichtes wiederkäuen von irgendwas, was igendwann mal jemand aufgebracht hat und was ohne weiteres drüber nachdenken einfach so von alle nachgeplappert wurde.

ich halte das für ziemlich unproduktiv, wenn einfach sprüche gemacht werden ohne dass ein funken sinn dahintersteckt.

Also -0,2 db ist für ungemasterte Produktionen die nicht mehr gemastert werden O.K.. Falls Du die gerenderte Datei noch mastern willst ist es zu laut
Andere Produzenten geben den Mix mit ausreichend Headroom zum mastern und da wird dann Gas gegeben.
Edith:
Oder mastern selbst...

wenn jemand zu mastern mehr headroom braucht zieht er den zu masternden track einfach runter. das mit dem platz lassen zum mastern ist völliger unfug. es kommt auf das ausmass der beschneidung der peaks beim mischen an und nicht auf den absoluten peak-pegel.

Vollgerd
10-16-2015, 06:49 PM
es kommt auf das ausmass der beschneidung der peaks beim mischen an und nicht auf den absoluten peak-pegel.

Genau so siehs aus.
Wenn man die Peaks nicht selber weggebügelt hat, hat der Masteringmeister genug, was er kaputt machen kann.

Deswegen soll man ja auch in der Masterspur beim Mixen keine Effekte drin haben.

Mastering ist ja nicht nur das lauter machen. Das kann man auch selber. Da muss noch viel mehr gemacht werden. Besonders wenn eine komplette CD gemastert werden soll.
Aber es kann schon sein, dass jemand, der die Musik mit anderer Erfahrung (Masteringerfahrung) diese auch anders hört und evtl das Stück noch verbessern kann.
Aber für den Heimgebrauch, kann man das auch selber machen.
Gemeckert wird ohnehin.

Gruß
Gerd

Vollgerd
10-16-2015, 06:55 PM
Ernie,
wenn's knallen soll, dann musst Du die Transienten wegbügeln.
Hänge doch mal einen Kompressor oder Limiter in den Master und probiere die Presets durch, da wirst Du auch Lautstärkeunterschiede hören. Aber es muss immer unter 0DB bleiben.

Mit Bilder kann dir keiner weiterhelfen. Bei Bildern hört man ja nix.
Auf Anhieb, sehe ich bei deinem Bild nur, dass da noch viel Luft nach oben ist.
Da hab ich schon schlimmeres gesehen. Die Frage ist nur, ob es dann nach was klingt.

Wenn Du wissen willst, ob das was Du machst richtig ist, frag doch einfach deine Kumpels, die die gleiche Musik hören. Und anschließend machst Du das, was Du für richtig hältst.

Gruß
Gerd

Balor
10-17-2015, 12:16 AM
Warum frische Ohren? Natürlich nicht wegen einer 2. Meinung sondern weil ein aussenstehender die Sache ganz anderst hört als jemand der die gesammte Produktion mit macht. Von der Recording Session bis zum Mix hört man immer und immer wieder die gleichen Songs und irgendwann lässt naturgemäß die Konzentration nach und man hört nimmer genau hin und ist auch ein Stückweit befangen. Das leuchtet doch ein, oder? Ich habe auch schon den selbstversuch gemacht dass wenn ich eine Band im Studio hatte zu ihnen. Gesagt hab dass sie es zu einem Aussenstehenden zum mastern geben sollen und hab dann nur für mich selber ein Mastet erstellt mit dem Ergebnis dass mein Master gegen das der Drittperson zwar nicht abstinkt er aber anders an die Sache ran gegangen ist und ein besseres Ergebnis erzielt hat.
Ich verwende meim mischen auch keine Limiter da die meisten Produktionen die mein kleines Studio verlassen sowohl auf Vinyl als auch auf CD raus kommen und da 2 verschiedene Master erstellt werden. Eins für CD, das von vorn herein lauter wird und die Peaks beschnitten werden und eins für den Vinyl Release wo mit weniger Lautstärke gemastert wird, dafür aber mit mehrt Dnyamik da es ja bekannt sein sollte dass der Dynamikumfang bei Vinyl grösser ist als auf CD weil es da zu keiner digitalen Übersteuerung kommt. Somit halte ich die These dass es ein Märchen ist dass von 3. gemastert werden sollte als schlichten Unfug.
Für den Hausgebrauch reicht es allerdings selber das Mastering zu machen. Machen wir mot meinen eigenen Bands bei den Vorabdemos vor der eigenlichen Produktion ja auch.

beingmf
10-17-2015, 01:33 AM
Ich glaube, die Diskussion schießt mittlerweile ein bisschen über das eigentliche Ziel hinaus :)

Was ich immer wieder, auch hier, feststellen muss, ist eine seltsame Mystifizierung des Begriffs "Mastering". Womit das zu tun hat: keine Ahnung.
"Mastering" bedeutet letztendlich nur, das Material in einen dem Vertriebsmedium und dem Produkt angepassten, technisch verwertbaren Zustand zu bringen. Einen Limiter draufzuknallen und auf -3dB RMS zusammenzuquetschen: Nein, das ist nicht Mastering. Im Grunde ging es ursprünglich nur darum, zusammenhängende Stücke auf einem Album (was je nach Genre nicht mehr existiert oder auch noch nie existiert hat) sowohl in Lautheit als auch Klang so aneinander anzupassen, dass der Konsument am Ende den Eindruck hat, ein durchdachtes, ästhetisch und technisch stimmiges Produkt illegal runtergeladen zu haben.

Da sich der Qualitätsbereich, in dem das Produkt der, ähem, Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, natürlich je nach Zielgruppe immens unterscheidet, sollte eigentlich klar sein. Mittlerweile ist ja selbst "digital" nicht mehr nur "digital" - für Youtube zu mastern ist etwas anderes als für iTunes, für Soundcloud, für (?) Smartphone (?) oder für CD, von Radio und TV ganz zu schweigen. "Analog" bedeutet ja heutzutage eigentlich nur noch "Vinyl" (ich weiß, es gibt auch noch, oder wieder, das wunderbar "warme" Medium Cassette!), und dafür gelten komplett andere Regeln, wie Balor schon andeutet. Die technischen Gegebenheiten sollte man kennen und dementsprechend beherzigen.

Daher dürfte ich mit Folgendem wieder einmal Recht haben ;) : Wenn ich selbst mit meinem Mix zufrieden bin und keine weitere Instanz (Produzent, Label, Vertrieb) meinen eigenen Qualitätsanspruch abhaken muss, dann kann ich doch selbst entscheiden, in welcher Form das Endprodukt rausgeht. "Gemastert" ist es sozusagen dann, wenn ich sage, "jetzt isses fertig". Ob das nun einen Peaklevel von -0,2dB oder -5dB hat, über Null geht (Stichwort "intersample peaks"), weil's einfach geil-knirschig klingt (Stichwort David Fridmann), das bleibt doch in so einem Fall dem Künstler selbst überlassen.

Der "Satz frische Ohren" ist allerdings immer gut, nicht unbedingt aus genannten Gründen :), denn die Konzentration sollte auch beim Mischen eine gewisse Toleranzschwelle nicht unbedingt unterschreiten. Eher deshalb, weil der Mensch, der an den frischen Ohren dranhängt, sich im besten Fall eine Abhörsituation geschaffen hat, die akustisch höchsten Ansprüchen genügt UND er auch noch weiß, wie er das Material, das aus seinen unbestechlichen Lipinski-Speakern quillt, zu beurteilen hat UND er auch noch instinktiv ahnt, was Dir eigentlich vorschwebt. Seine Erfahrung sagt ihm dann schon, dass der Mix, den Du ihm vorgestern mit den Worten "der is superfett, da muss man eigentlich nix mehr machen" per wetransfer geschickt hast, ein einziges Bassgewummer ist, dem man nur mit komischen dynamischen EQ's von Weiss oder so zu Leibe rücken kann - und der, wenn Du ihn gemastert zurückbekommst, stolz Deinen Kumpels auf Beatdingens* weiterleiten kannst (die dann sagen: "Ey, da wären aber noch 2dB mehr dringewesen").
Also kein Grund zur Mystifizierung, oder?
* ich hab echt vergessen, wie das heißt, verräts mir einer bitte?

Das ist auch okay so, schließlich passen die Lipinski-Boxen nicht in jedes Producer-Schlafzimmer - und hiermit endet dann die vielbeschworene Demokratisierung der Produktionsmittel letztendlich doch beim finanziellen Aufwand für Monitorboxen, Raumakustikmodule und externem Mastering. Was ebenfalls mehr als okay ist, denn wo wäre denn dann der Underground?

EDITH: "Beatport" heißt's - gerade wieder eingefallen! (Wie immer dann, wenn man gar nicht mehr dran denkt)

beingmf
10-17-2015, 01:44 AM
wenn's knallen soll, dann musst Du die Transienten wegbügeln.

Das Subtile ist nicht Deine Welt, Gerd, gell? ;)

(Späßle g'macht)

sugo
10-17-2015, 02:58 AM
Was ich immer wieder, auch hier, feststellen muss, ist eine seltsame Mystifizierung des Begriffs "Mastering". Womit das zu tun hat: keine Ahnung.


Vielleicht hat das damit zu tun, das es Menschen gibt, die damit Geld verdienen können/müssen/wollen. Und jetzt, werden sowohl die technischen Möglichkeiten immer besser und einfacher in der Bedienung, als auch das Verständnis über diese Thematik immer mehr zum Allgemeinwissen.
Mit anderen Worten. Was früher die hohe Kunst war, wird immer "normaler".
So ist das halt im (digitalen) Fortschritt. Wäre nicht das erste Berufsbild, was sich anpassen oder "umorientieren" muss.
Ich finde auch dass das Thema Mastering vollkommen überbewertet wird. Das soll nicht die Erfahrung, die Kenntnisse und die gelernten Sinne eines Engineers abwerten. Aber ein guter Engineer allein macht noch keine gute Platte. Was aber ohne Engineer durchaus passieren kann :)

ernie
10-17-2015, 03:19 AM
genauso werd ichs auch machen, Gerd :)


ja ich denke die Diskussion ist nun erfolgreich abgeschlossen, danke nochmal an die Beteiligten ;)

Bei weiteren Fragen werde ich einfach einen neuen Thread aufmachen :P

beingmf
10-17-2015, 03:35 AM
Lustig - ich empfinde das eher genau andersrum! "Früher" war das Mastering einfach der notwendige Schritt vom 2-Spur-Tonband zur Masterschnittfolie. Da hing ein Neumann-Pult dazwischen mit nem EQ, nem Kompressor, nem EMT-Transienten-Limiter (was Gerd sicher gefallen würde ;) ) und - jetzt kommt's! - wenn man Pech hatte, einem antiquarischen Digital-Delay, das nicht etwa die Vorschubsteuerung beschickte (die bekam nämlich das unverzögerte Original, klar, muss ja auch eine Umdrehung VOR dem Schnitt regeln), sondern das auf der Platte zu hörende Material! Sprich: Ein ganz schön hoher Prozentsatz von dem, was wir heute als "Vinyl, analog" hören, wurde in Wirklichkeit durch einen AD/DA-Wandler gejagt, dem schon die erste Soundblaster-Karte das Fürchten gelehrt hätte*. Man machte einfach, was man machen musste, mit dem Equipment, was eben vor Ort zur Verfügung stand.

Heute hingegen gilt ja als vernünftiges Masteringstudio nur noch das, das mindestens einen restaurierten und modifizierten Sontec sein Eigen nennt ("Massive Passive? Klingt doch scheiße, total dünn, das Ding!"), mit Burl oder Forssell ("Mytek? Hatte ich vor 4 Jahren, damals war das echt ganz ok, aber heute ...") wandelt, und wenn möglich die Signale in einem unendlichen analogen Headroomuniversum dank 120V-Kram von SPL routet. Jetzt sag mir mal einer, was an diesem High-Tech-Schwanzvergleich heutzutage nicht mystifiziert wird. Am Ende kommt es doch nur drauf an, dass die Pladde überall "gut" klingt - wie der gute Masteringmann das macht, ist mir sowas von wurscht. Ganz ehrlich: Mir ist es 1000 Mal lieber, er verwendet nur Nebula/Acqua-Plugins, das dafür aber in einem super Raum mit einer super Abhöre, als dass er High-End-Stundensätze aufruft, die durch die Qualität seines Masterings durch nichts, aber auch gar nichts gerechtfertigt werden. Keine Namen, aber die schlimmsten Masters kamen bislang immer von "etablierten" Studios mit "geilem" Equipment!


* was sie ja heute auch noch tut, nur aus anderen Gründen :)

Hey, ernie ist ja auch noch da :) Hallooo!

Vollgerd
10-17-2015, 05:49 AM
Das Subtile ist nicht Deine Welt, Gerd, gell? ;)

(Späßle g'macht)

Meine Transienten bleiben am Leben. (Ich verwende den Kompressor bestenfalls,um Ausreißer gaaaaanz sanft anzupassen.

Für manche Musikstile brauchts aber die Brechstange. Und mal ehrlich, bei manchen Sachen werden die Transienten doch wirklich weggebügelt.

Und mit einem Limiter Kompressor am Schluss mal probieren ums Lauter zu bekommen, schadet ja nicht, den macht man ohnehin wieder raus (hoffentlich).

Mastering und frische Ohren. Du hast natürlich Recht, Mastering ist weit mehr als nur Loudness. Irgendwer hat das mal erfunden, dass der amtliche Sound laut sein muss und das auf das Mastering bezogen. (Vermutlich ein Masteringingenieur)

Frische Ohren hat man auch, wenn man sich sein Werk nach einem oder mehreren Monaten wieder anhört.
Und wir reden ja auch vom Amateur- und Hobbybereich.
Und im Fall von Ernie vermutlich vom Anfängerbereich. Und in beiden Fällen ist das Thema externes Mastering wohl nicht relevant.

Gruß
Gerd

radio12
10-17-2015, 12:13 PM
Ich kann mich auch noch an die Zeiten erinnern als Mastering das bedeutete was beinmf beschreibt, hauptsächlich editieren, heute kann man nichtmal einen fertigen Song an einen Sampler schicken, ohne dass der Trampel der die Zusammenstellung macht, alles nochmal mit seinem geknackten Ozone überbügelt, etwaige Bedenken und entschiedene Einsprüche arrogant abwiegelt, nur weil er in seinem Dorf König Cubase ist.
Denn da liegt auch die Mystifizierung des Masterings mMn begründet, jeder der ein wenig Ahnung hat, kann das, was ein Neuling abliefert um ca. 20 - 30% verbessern, das heisst nicht automatisch, dass er alles kann..
Teure Produktionen klingen meist vorher schon gut, und viel Getue in den grossen Masteringhäusern ist dafür da die A&R Leute zu beruhigen, dass das Produkt, an dem auch ihre Zukunft hängt, in den besten und teuersten Händen ist, während es sich dann beim Mastering oft nur um 1 db bei 800hz, einen Tacken mehr Limiter und wo man hinterher noch hingeht dreht.
Letztlich gibt es aber auch den umgekehrten Fall, ein Studio, ziemlich bekannt, hat die Tendenz beim Mix viel zu viel untere Mitten reinzupacken und der Masteringtyp mit dem die zusammenarbeiten, korrigiert das auf bewunderungswürdige Art und Weise.
Aber um nochmal auf das Thema zurückzukommen: Es gibt einen Onlinedienst Landr.com, da kann man sich ein Gratismaster, in Mp3 aber immerhin, machen lassen, wenn du es nicht besser mastern kannst, als das, was die dir zurückschicken: Lass es bleiben, kümmer dich um deine Songs, mach sie so gut wie möglich, und wenn dir der Sound nicht so doll gefällt, geb es weg an jemanden, dessen Arbeit dir gefällt, denn Mastering muss man auch lernen und das kostet Zeit, die man besser für musikalische Probleme investieren kann. Wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, dass Musiker auch automatisch Weltklassemasterer sein müssen? Richtig, die Softwarehersteller.

Balor
10-17-2015, 01:36 PM
Ja Gerd da hast Du wohl recht dass man nach 2-3 Monaten mit frischen Ohren an ein Mastering ran gehen kann aber wenn Termine für Presswerk (und speziell Vinylpresswerke haben seit dem neu aifkommenden Vinyl Boom extrem lange Vorlaufzeiten) hat man keine Zeit um da mit genügend Abstand ran zu gehen.
Ich mache das auch mehr als Hobby aber da ich in Bands mit Deal spiele und die Bands die ich im Studio haben meist auch ein professionelles Release bei mir machen und seien es nur Demotapes (jaja die Kassette feiert grad auch ein Revival und Kopierwerke haben auch volle Auftragsbücher) und da ist Zeit knapp bemessen weil selbst Demo Bands ihr Release schnellstmöglich draussen haben wollen.
Mein Mastering Mensch mastert seine Produktionen ja auch selbst (er ist mit einem Mobilstudio wo er mit Sach und Pack zu den Bands in den Proberaum geht und da die Platten aufnimmt selbstständig). Aber ich mach das aus Hobby und muss nicht meinen Lebensunterhalt damit bestreiten. Musik, egal ob selber machen oder recorden/mischen, ist für mich lediglich ein Hobby das ein paar Mark nebenher einbringt.

beingmf
10-17-2015, 05:28 PM
... kümmer dich um deine Songs, mach sie so gut wie möglich, und wenn dir der Sound nicht so doll gefällt, geb es weg an jemanden, dessen Arbeit dir gefällt, denn Mastering muss man auch lernen und das kostet Zeit, die man besser für musikalische Probleme investieren kann.

Ein gepflegtes Jein - ich kann mich auch an eine Zeit erinnern, in der es hieß "Ach, den Sound von XY, den kriegt man eh nicht hin - der Grund, warum das so gut klingt, ist das Mastering". Was zur Folge hatte, dass man die Mixe nur noch so runtergerotzt hat und dabei total verlernt hat, genau hinzuhören. Denn fürs genaue Hinhören war ja der Masteringmann zuständig.
Dieser wirklich dumme Ansatz hat mich wahrscheinlich Jahre gekostet, ihn wieder aus dem Kopf zu bekommen. Es ist nämlich nicht nur extremst sinnvoll, einen so guten Mix hinzulegen, dass der Masterer sich fragt, was er eigentlich noch machen soll, es macht auch unfassbar Spaß!

Ich kann nur weitergeben, was ich in zig Jahren gelernt habe zu hören: Dass nur die Summe vieler feiner Kleinigkeiten (für den Laien nicht nachvollziehbar) am Ende einen Mix ergeben, der keine Fragen offen lässt.
Das heißt zum Beispiel, sich die Zeit zu nehmen, die Ausklingzeit des Kompressors aufs Genaueste auf das gefühlte Tempo des Instruments einzuregeln; sich zu fragen, ob man den Boost bei 60Hz nicht doch wieder um 0,3dB zurücknehmen sollte; hinzuhören, was passiert, wenn der Low Cut im Hall-Return anstelle bei 350 bei 380Hz liegt oder welchen klangformenden Kompressor man überhaupt für welches Instrument verwendet. Undsoweiter undsoweiter. Irgendwann weiß man einfach über die Charaktere von Geräten/Plugins genauestens Bescheid und aus diesem Erfahrungsschatz wird man schöpfen, wenn man ein nacktes Stück Mehrspurmusik vor sich hat.

Allerdings: Man muss es auch hören können. Damit meine ich nicht nur eine akustisch und technisch möglichst unverfälschte Wiedergabe, sondern auch den gleichwertigen Einsatz beider Gehirnhälften, sonst kann die Aufgabe "Mischen" einfach nicht funktionieren. Und: Man schafft das nicht von heute auf morgen. Immer wieder referenzhören, analysieren und anderen zuschauen/zuhören, wie sie's eigentlich machen.

Balor
10-17-2015, 11:59 PM
Da muss ich beingmf voll zustimmen. Es herrschte lange eine Zeit der nennen wir's "we fix it in the master" Mentalität vor die meines Erachtens mit dem Loudnesswar aufkam.
Wie sagt mein Mastering Mann Engel (der Kerl heisst wirklich Engel): Ein Mastering ist nicht dazu da einen verhunzten Mix zu retten sondern um einem guten Mix den letzten Feinschliff zu geben.
Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man sich beim Mix nicht immer auf seine Abhöre verlassen sondern der Mix sollte auf verschiedenen Anlagen und Räumen (in meinem Fall Anlage im Wohnzimmer. Autoradio, Badezimmer Radio) gut klingen. Dann ist er reif für's Master.

Vollgerd
10-18-2015, 06:06 AM
Ich kann mir ja erlauben, auf das Mastering zu verzichten, weil ich Musik ausschließlich für mich mache. (so klingt es dann auch).
Aber wenn ich mir ältere Sachen von mir anhöre, dann erschrecke ich schon mal, was ich da zusammengemixt habe. Ein Zeichen dafür, dass man nach Jahren, eigene Sachen doch anders wahrnimmt.

Selbst wenn ich mir nach einigen Tagen einen Mix anhöre, ändere ich das wieder, um irgendwann doch wieder beim Ur-mix anzukommen. So vergeht Monat um Monat, bis ich mal was "fertig" habe.

Da kann es natürlich schon helfen, wenn ein anderer sich mal darum kümmert, sonst wird man ja nie fertig.

Wenn man unter Zeitdruck steht sollte man den Mix aber schon soweit fertig haben, dass der Dritte nicht mehr viel machen muss, oder darf. Und am Sound kann der Masteringmensch ohnehin nicht viel ändern. Wenn man ne verzerrte Gitarre drin hat, kann der den Sound der Gitarre ja nicht mehr ändern. Der hat ja nur noch die WAV Datei.

Gruß
Gerd

Balor
10-18-2015, 07:23 AM
Genau Gerd, der Master Män kann am Sound zum Glück nimmer allzuviel ändern da er nur ne Summenspur hat.
Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt mit dem Mischen schon während der Recording Session anzufangen. Dann hat man hinten raus mehr Luft und wenns ganz gut läuft muss man da nur noch hier und da nen Kompressor justieren, etwas EQ Feintuning machen und die Lautstärke der Spuren anpassen.
Aber eins muss ich jetzt doch sagen: Du machst Dich schlechter als Du bist! Hab Intetessehalber mal Deinen Soundcloud Song angehört. Ist zwar nicht ganz mein Fall (komme eher von der Hardrock/Metal Schiene) aber schlecht ist das bestimmt nicht. Nur für mein Empfinden dudelt die Lesdklampfe manchmal ein bischen neben der Spur aber es gibt schlimmeres.
Ausserdem bin ich als Drummer eh eher für's grobe zuständig und mit meinen Wurschfinger ist das einzige Saiteninstrument das ich ein bischen bedienen kann ein Bass hehehe...

Vollgerd
10-19-2015, 04:36 AM
Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt mit dem Mischen schon während der Recording Session anzufangen.

Ja das mache ich auch so. Zumindest die Lautstärke untereinander anpassen. Und arrangieren auch. eigentlich sollte man ja schon ein fertiges Konzept bzw. Musikstück beim einspielen haben und Mixen ganz zum schluss machen. Aber was solls. Ich bin eine Einmannband, da kann man sich das erlauben.

Gurß
Gerd

Vollgerd
10-19-2015, 04:38 AM
Nur für mein Empfinden dudelt die Lesdklampfe manchmal ein bischen neben der Spur.....

Ja, ich müsste da bei dem einen oder anderen nochmals drübergehen.
Aber bei manchen Stücken finde ich die Projektdatei nicht mehr.

Balor
10-19-2015, 04:46 AM
Also bevor wir anfangen aufzunehmen stehen die Songs eigentlich schon und es existieren auch schon Demos bevor's an die eigentliche Recording Sessions geht. Von daher haben wir schon ganz grnaue Vorstellungen wohin die Reise geht.
Ähnlich verhält es sich mit den Bands die ich im Studio hab. Die kommen auch mit fertigen Songs. Von daher sehe ich mich auch nicht eher als Recording und Mixing Mann als als Produzent (dämliches Wort hehehe...).

beingmf
10-19-2015, 05:00 AM
Nur für mein Empfinden dudelt die Lesdklampfe manchmal ein bischen neben der Spur

Ist das bei Lesdklampfen nicht immer so, vielleicht sogar gewünscht?


















;)

Vollgerd
10-19-2015, 05:01 AM
Klar, bei Bands muss das Stück fertig sein.
Würde auch keinen Sinn machen, mit halbfertigen Sachen eine Aufnahme zu machen.

Habe aber nochwas zum Thema Mastering gefunden. Das muss ich mir aber auch erst mal durchlesen.

http://mastering-tipps.de/

Obwohl der Ernie hier vermutlich schon gar nicht mehr mitliest.

Gruß
Gerd

Balor
10-19-2015, 06:09 AM
Naja das sollte Leadklampfe heissen werter beingmf😉... Also ein wenig harmonieren sollten die Leads und Solos schon mit dem Rest der Musik hehehe...

Naja Gerd, manche Bands können es sich auch erlauben im Studio zu komponieren aber wir heissen nicht Metallica oder Deaf Lepard hehehe...
Den Artikel den Du da gefunden hast kenn ich übrigens. Da wird halt auch einiged sn Fachbegriffen ausgekramt die für Anfänger verwirrend sein könnten...

beingmf
10-19-2015, 06:11 AM
http://mastering-tipps.de/


Steht nix anderes drin als hier auch. Gespickt mit der ein oder anderen überflüssigen "Unbedingt-so_machen"-Regel.

Vollgerd
10-19-2015, 08:30 AM
... Also ein wenig harmonieren sollten die Leads und Solos schon mit dem Rest der Musik hehehe...

Was natürlich wieder Ansichts- und Geschmacksache ist.
Man kann jeden Ton Höhen- und Zeitmäßig genau auf den Punkt bringen.
Dann klingts (statisch) perfekt.

Aber Verbesserungbedürftig ist alles.

Dummerweise sind bei Kreativität, Know-how, Musikverständnis und Handwerk irgendwo Grenzen gesetzt.

So gesehen, hat man nur zwei Möglichkeiten.
Weitermachen, weils Spaß macht, oder aufhören Musik zu machen.
Ich hab mich fürs erstere entschieden, es schadet ja niemanden.

Gruß
Gerd

Balor
10-19-2015, 10:32 AM
Und wieder muss ich Dir Recht geben Gerd! Was die Leadklampfe anbelangt ist natürlich Geschmacks und Ansichtssache. Deshalb hab ich ja auch geschrieben dass dienfür mein Empfinden manchmal etwas neben der Spur ist. Bei uns zum Beispiel werden Solos auch frei improvisiert und sind auch nicht immer 100% auf den Punkt gespielt was der Sache wieder einen dynamischen Nnstrich gibt. Nur ist unser Gitarrist hauptberuflich Gitarrenlehrer und er tut quasi den ganzen Tag nichts anderes als Gitarre spielen und somit hält sich zumindest das neben der Spur spielen in Grenzen.
Mein Ansatz bei Produktionen ist auch immer der den ich Anfang der 90iget kennen gelernt habe. Wer bei mir aufnimmt muss sich darüber im klaren sein dass ich old school an eine Produktion ran geh. Das heisst ein Drummer muss bei mir einen Song komplett spielen können. Es gibt keine Trigger und kein Drum Replacement. Ein Gitarrist muss bei mir über echte Amps spielen. Ampsimulationen lehne ich kategorisch ab. Ich arbeite mit einer DAW in meinem Fall Reaper wie mit Bandmaschine und anslog Pult was zur Folge hat dass bei mir erdige Produktionen raus kommen. Also quasi ein Gegenpool zum Einheitssound von der Stange...
So und nach dem ganzen Off Topic mal wieder was für Ernie: Lies Dir mal folgende Tutorials durch. Da gehts zwar hauptsächlich um Cubase aber die Produktionsabläufe sind ja in fast jeder DAW identisch: www.songs-and-stories.de .
Gruss
BALÖR

Vollgerd
10-19-2015, 11:12 AM
Ja, der Rolander erklärt gut.

Ist empfehlenswert.

Gruß
gerd

ernie
02-04-2016, 07:13 AM
noch mal ne Anfängerfrage:

beim Mixen geht es hauptsächlich darum, dass die einzelnen Bestandteile (Items, Takes) mit den richtigen Höhen/Tiefen und der richtigen Lautstärke aufeinander abgepasst sind. Ist das soweit richtig?

und beim Mastern wird dann der Feinschliff (falls nötig) gemacht, damit es auch auf allen möglichen Geräten und in fast allen möglichen Umgebungen gleich klingt. Auch in etwa richtig?

Vollgerd
02-05-2016, 05:00 AM
Nein.
Beim Mixen wird schon alles so weit gerichtet, dass man es auch auf allen Geräten hören kann.

Der Masteringing. hat in der Regel!!! ja nur noch zwei Audiospuren. (li u. re)bzw. eine Stereospur.

Sinn des Masterings ist es, mehrere Musikstücke für eine CD so zu sortieren, dass die CD nicht langweilig wird und die einzelnen Musikstücke auch in der Lautheit zueinander passen, damit der Hörer nicht ständig lauter und leiser drehen muss und sich die CD auch von vorne bis hinten anhört und nicht ständig hin und her zappen muss. Außerdem werden dort noch bestimmte andere Dinge eingebaut, von denen ich keine Ahnung habe (z.B. dass im Autoradio der Titel angezeigt wird etc.

In seltenen Fällen werden noch Fehler korrigiert (wenn möglich), oder das Musikstück wird zum neu mischen zurückgegeben.

Manchmal müssen die auch radiotauglich gemastert werden, weil Rundfunkanstalten angeblich ein entsprechend lauteres Signal bevorzugen würden.


Gruß
Gerd

beingmf
02-05-2016, 05:14 AM
Manchmal müssen die auch radiotauglich gemastert werden, weil Rundfunkanstalten angeblich ein entsprechend leiseres (dynamischeres) Signal bevorzugen würden.

Hab mir mal erlaubt, das zu korrigieren.

Vollgerd
02-05-2016, 08:54 AM
Hab mir mal erlaubt, das zu korrigieren.

Ok. Ich hab noch nix mit Radioleuten zu tun gehabt.

beingmf
02-05-2016, 10:12 AM
Es empfiehlt sich grundsätzlich nachzuforschen, welche Regularien für das jeweilige Endformat gelten. Nicht nur im Radio, sondern auch bei youtube, soundcloud, iTunes etc. werden jeweils eigene Lautheitsstandards angesetzt, die zur Folge haben können, dass ein zu lautes Master wesentlich stärker heruntergeregelt wird als ein leiseres, bzw. dass Material, das einen bestimmten RMS-Wert überschreitet, schlichtweg verzerrt wiedergegeben wird.

Da kann man sich, gerade bei Radio und iTunes, schnell mal ins eigene Fleisch schneiden, wenn man glaubt, sein Master so aufpumpen zu müssen, damit man "auf jeden Fall lauter ist als das Stück vorher".

Letzten Endes ist das ja nur vernünftig! Nimm iTunes als Beispiel: Du hast eine zufällige Playlist eingestellt, in der ein Stück nur mit Akustikgitarre auf ein Technobrett folgt. Aus ästhetischen Gründen kann man das Akustikstück nicht so laut "machen" wie das beatlastige. Jeder würde also an den Lautstärkeregler springen und aufdrehen - nur um beim nächsten Stück wieder runterzudrehen usw. usf.

Im Klartext: Gäbe es diese Vorgaben nicht, könnte man sich das Mastering in so einem Szenario auch sparen.

LightOfDay
02-05-2016, 10:31 AM
ReaComp, ReaEQ, ReaGate, ReaVerb (gute Impulsantworten findet Du z.B. im "Reaper Stash") sollten in jedem Fall erst einmal ausreichen.

Fang einfach mal an, und sollte Dir auffallen, dass Mischen mit Kopfhörer nicht funktioniert, brauchst Du Monitorboxen. Aber alles der Reihe nach :)

Regel Nr. 1 (kein Spaß): Es liegt nicht am Equipment, wenn es nicht gut klingt!

^^^^

und regel 2 lautet: es gilt immer regel 1.

beingmf
02-05-2016, 10:38 AM
^^^^

und regel 2 lautet: es gilt immer regel 1.

Ich denke, Regel Nr. 2 lautet (auch kein Spaß): Einfach machen. Wenn's scheiße ist, anders machen. Aber MACHEN!

:)

beingmf
02-05-2016, 11:32 AM
mit den richtigen Höhen/Tiefen

Und Mitten!

LightOfDay
02-05-2016, 12:07 PM
Eins für CD, das von vorn herein lauter wird und die Peaks beschnitten werden und eins für den Vinyl Release wo mit weniger Lautstärke gemastert wird, dafür aber mit mehrt Dnyamik da es ja bekannt sein sollte dass der Dynamikumfang bei Vinyl grösser ist als auf CD weil es da zu keiner digitalen Übersteuerung kommt. Somit halte ich die These dass es ein Märchen ist dass von 3. gemastert werden sollte als schlichten Unfug.
Für den Hausgebrauch reicht es allerdings selber das Mastering zu machen. Machen wir mot meinen eigenen Bands bei den Vorabdemos vor der eigenlichen Produktion ja auch.

für vinyl wird bei durch das medium gegebenem geringerem dynamikumfang weniger laut gemastert dafür aber dann mit mehr dynamik als für CD, wo das medium selber einen erheblich grösseren dynamikumfang hat, also wird da lauter gemastert aber mit weniger dynamik??

sorry, du redest völligen unfug, der wohl daher rührt, dass du versuchst fachbegriffe mit deinem religiösen weltbild in einklang zu bringen, was so nicht gelingen kann.

CD hat den grösseren dynamikumfang per se als vinyl, als auch den bessren frequenzganz und keine verzerrungen. diese vorteile lassen sich bei vinyl auf keinen fall herstellen. vinyl ist das bei weitem schlechtere medium.

dass es (jede menge) fälle gibt, in denen jemand totalen müll für CD gemastert hat, und diesen müll in diesem umfang eben wegen der technischen beschränktheit von vinyl nicht auf vinyl bannen konnte, heisst für das verwendete medium gar nichts, sagt aber alles über die unfähigkeit (oder die weisungsgebundeheit) des mastering engineers aus.

alternativ vorschlag: mischt direkt so, dass es nicht gemastert werden muss. das hat ausserdem den vorteil, dass man beim mischen nicht schlampt, weil der mastering engineer solls ja rausreissen.

die sache mit den frischen ohren lasse ich auch nicht gelten: demzufolge müsste Keith Richards auf der bühne bei "Jumping Jack Flash" auch von jemandem vertreten lassen, weil eines sicher ist: KR hat keinen satz frische ohren.

ich für meinen teil möchte auch nicht, dass irgendjemand drittes an meinen sachen rumfummelt um etwas anderes draus zu machen, als ich haben wollte.

also: mastering nur um zb alben zusammenstellen zu lassen, stücke, die in unterschiedlichen studios oder umgebungen aufgenommen worden sind aneinander anzupassen, oder um rein technische voraussetzungen zu schaffen, etwas auf einem bestimmten medium zu veröffentlichen, zb. einen guten mix zu versauen, damit man dden auf vinyl pressen kann. oder man von Neil Young und Jack White den auftrag bekommt, eine in einer recording-booth gemachten aufnahme den letzten schliff zu verpassen, damit man den schrott als HQ-musik in 24bit/192kHz verkaufen kann.

so.

und ich habe die ganze zeit überlegt, wie ich das wort "radkappen" hier irgendwo unterbringen kann. hat nicht geklappt. das üben wir noch.

juedue
02-05-2016, 12:08 PM
Und Mitten!


... und Seiten ;-)

LightOfDay
02-05-2016, 12:08 PM
Ich denke, Regel Nr. 2 lautet (auch kein Spaß): Einfach machen. Wenn's scheiße ist, anders machen. Aber MACHEN!

:)


genau: wenns scheiss ist, ändern!

eigentlich total einfach.

LightOfDay
02-05-2016, 12:14 PM
Manchmal müssen die auch radiotauglich gemastert werden, weil Rundfunkanstalten angeblich ein entsprechend lauteres Signal bevorzugen würden.



wurde ja schon in einem punkt korrigiert. der andere ist: angeblich ist auch falsch, das zauberwort heisst EBU R128. im klartext: zu laut gemasterte sachen werden runtergezogen auf -23LUFS und verschwinden dann quasi im laufenden programm. das ziel lauter zu sein als die mitbewerber hat sich damit ins gegenteil verkehrt. zu laute master sind leiser als die mitbewerber, die sich an die regeln halten.

deutlich zu hören, wenn WDR2 mal wieder die neueste hitsingle von Pink abspielt.

mist, wieder nix mit radkappen.

Vollgerd
02-05-2016, 02:06 PM
.... das zauberwort heisst EBU R128. im klartext: zu laut gemasterte sachen werden runtergezogen auf -23LUFS und verschwinden...


EBU Und LUFFS gibt es aber noch nicht so lange (als Standardbegriff). Oder ist die Zeit so schnell vergangen?

beingmf
02-05-2016, 02:09 PM
Die Sache mit dem Vinylmastering ist total einfach.
Da es sich beim Abtastgerät um eine Nadel handelt, die sich nach links und rechts (Mitteninformation) und - im Falle einer Stereoproduktion :) - nach oben und unten (Seiteninformation) bewegt, KÖNNEN physikalisch keine Rechteckwellen gewandelt werden. Die Nadel springt, Punkt (was soll sie auch sonst tun?). Selbiges gilt für gegenphasige tiefe Frequenzen. Wo soll die Nadel hin, wenn das Signal ihr befiehlt, gleichzeitig nach links und rechts zu sollen?

Da sehr laute Digital-Master meist aus ziemlich fiesen, jeweils nur ein paar Samples dauernden (aber das reicht), Rechteckwellen besteht (Stichwort "Brickwall-Limiter"), kann ein solches Master einfach nicht auf Vinyl geschnitten werden.
Darüber hinaus gibt es eine thermische Grenze, unterhalb derer hochfrequente Verzerrungen vom Schneidekopf schadlos übertragen werden. Man muss sich nur mal vorstellen, dass da zwei Lautsprecher eine winzige Nadel antreiben müssen, um mit reiner kinetischer Energie Rillen in Acetatlack zu fräsen. Addiere dazu die RIAA-Verzerrung (+20dB in den Höhen) und die Tatsache, dass meist eine Endstufe jenseits von 350W pro Kanal verwendet werden muss, und du kannst dir vorstellen, was so eine Spule aushalten muss. Wenn nun höchstfrequente Verzerrungen, hervorgerufen durch ebenjene Rechteckwellen und der inhärenten Verzerrung (= 2. Obertonanreicherung) jedes Limiting-Prozesses, dazukommen, kann es schonmal passieren, dass die Spule nach 1 Minute abraucht, wenn nicht vorher die HF-Sicherung fliegt.

Zahmere CD-Master kann man durchaus auf Vinyl pressen, da Wandler-Hardware ja ebenfalls keine Rechteckwellen darstellen würde, wenn nicht die analogen Bauteile an ihre Grenzen stoßen würden (übrigens der häufigste Unterschied zwischen teuren und billigen Wandlern: es kann der selbe Chip verbaut sein - die analoge Verschaltung innerhalb des Gerätes macht den Sound).

beingmf
02-05-2016, 02:11 PM
EBU Und LUFFS gibt es aber noch nicht so lange (als Standardbegriff). Oder ist die Zeit so schnell vergangen?

Gilt auch nur bindend für öffentlich-rechtliches Fernsehen und manche öffentlich-rechtlichen Radiosender, nicht alle. Und auch nicht die Privatsender, es sei denn, sie unterwerfen sich dem Gebot freiwillig.

LightOfDay
02-05-2016, 02:31 PM
also Pro7 (wegen Big Bang Theory, Simpsons und Family Guy - ich habe das gefühl, dass ich das erklären muss, warum ich asi-fernsehen ankucke - :-) ), Vox, Sat1 halten sich daran. zu erkennen daran, dass die werbung nicht mehr extrem lauter ist als das laufende programm.

bemerkenswert, dass beim durchzappen durch die sender die lautstärke nicht erheblich schwankt.

selbst unser lulli-lokal-"radio"-sender hält sich dran.

im übrigen: ich habe mit das EBU-messgerät von Toneboosters zugelegt und deren limiter Barricade. sehr interessant, was da zutage kam: der Barricade hat einen ISP-limiter, den ich unverzüglich eingeschaltet habe, nachdem das EBU-dingens mir sagte, dass meine peaks bei manchmal 2.5db (jawoll, +2.5db, gibt im digitalen bereich eigentlich gar nicht) liegen. (das alles ausgelöst durch einen thread hier, wo jemand +3.5db gemessen hatte und ich zuerst dachte, der hst sich vermessen.)

jedenfalls: wenn man dann mal seine mixe wirklich objektive beobachtet, was die pegel angeht, stellt man fest, dass man gut 3-6db leiser machen kann, true peaks begrenzen und dann klingts deutlich besser, transparenter. ich habe nie sooo irrsinnig laut gemacht, aber es ist ein unterschied im positiven sinne hörbar, wenn man sich mehr in richtung EBU bewegt.

am deutlichsten ist das, wenn man radkappen weniger komprimiert, als man intuitiv zu tun gedenkt.

(nicht gut, aber immerhin ein satz mit radkappen... :D )

LightOfDay
02-05-2016, 02:40 PM
(übrigens der häufigste Unterschied zwischen teuren und billigen Wandlern: es kann der selbe Chip verbaut sein - die analoge Verschaltung innerhalb des Gerätes macht den Sound).

die analogen filter sind des übels wurzel. es sind auch die filter, die verantwortlich dafür sind, dass leute angeblich oder tatsächlich einen qualitativen unterschied zwischen zb. 44.1kHz und 98 oder 192 Khz hören.

wenn nämlich eine höhere samplingrate besser klingt als 44.1kHz ist der filter ziemlich schrottig gebaut. wenn der ok wäre, wäre kein unterschied hörbar. was die leute nämlich besser finden, sind die verzerrungen, die beim abspielen eines HQ-files von den filtern dazugebastelt werden.

also nix mit je höher sie samplingrate, desto klarer der sound. das genaue gegenteil ist der fall.

beingmf
02-05-2016, 03:08 PM
+2.5db, gibt im digitalen bereich eigentlich gar nicht

Deswegen ja auch intersample peaks, also die Samples, die erst durch die DA-Wandlung - wenn aus Punkten wieder Sinuskurven zusammengesetzt werden - entstehen werden. Solange man in der digitalen Ebene bleibt, spielen die Übersteuerungen theoretisch und rechnerisch keine Rolle - denn der einzelne Punkt ist ja noch im Wertebereich diesseits der 0dBFS.

Manche Leute tragen übrigens auch auf dem Rad Kappen, die sie bei stärkerem Gegenwind dann verlieren, aber das nur nebenbei.

Ford Prefect
02-06-2016, 05:00 AM
Hallo Ernie!

Schau doch mal bei Graham http://therecordingrevolution.com/ rein, hat mir persönlich sehr viel beim Mischen und Mastern gebracht.

Hier gibt es massenhaft gute Tips, Tricks und Videos zu verschiedensten Aspekten des Mischens, ich denke jeder kann hier für sich interessantes entdecken und lernen.
Es ist zwar englischsprachig, aber ich finde Graham hat eine sehr gut zu verstehende Aussprache und bietet so viel kostenloses Material an (natürlich auch kostenpflichtiges), daß es sich auf jeden Fall lohnt.

lg achim

ELP
02-06-2016, 05:29 AM
Vinyl als auch LightOfDays Radkappen haben im Gegensatz zur CD einen Eigenklang!
Wäre es nicht so, gäbe es keine Vinyl Plugins und radkappen in drumkits
....und CD Effekt Plugins sind mir noch nicht untergekommen...

beingmf
02-06-2016, 06:20 AM
....und CD Effekt Plugins sind mir noch nicht untergekommen...

Kaputte CD? http://forum.cockos.com/showpost.php?p=1184993&postcount=9

ernie
02-11-2016, 01:47 AM
Hallo Ernie!

Schau doch mal bei Graham http://therecordingrevolution.com/ rein, hat mir persönlich sehr viel beim Mischen und Mastern gebracht.

Hier gibt es massenhaft gute Tips, Tricks und Videos zu verschiedensten Aspekten des Mischens, ich denke jeder kann hier für sich interessantes entdecken und lernen.
Es ist zwar englischsprachig, aber ich finde Graham hat eine sehr gut zu verstehende Aussprache und bietet so viel kostenloses Material an (natürlich auch kostenpflichtiges), daß es sich auf jeden Fall lohnt.

lg achim

danke dir, werde es mir mal anschauen :)

Welche Plugins nimmst du denn hauptsächlich zum Mixen?

Ich versuch erstmal bisher die Rea-Plugs zu verwenden, nur mit dem Compressor komm ich nicht klar und weiß nicht, wofür ich ihn genau nutzen soll. Für mich schneidet/komprimiert er bestimmte Frequenzen nur (ab), die ich eig auch mit dem EQ rausnehmen kann.
Muss ich nochmal gucken, ob ich nen Tutorial dazu finde.

Vollgerd
02-11-2016, 07:43 AM
Ich versuch erstmal bisher die Rea-Plugs zu verwenden, nur mit dem Compressor komm ich nicht klar und weiß nicht, wofür ich ihn genau nutzen soll. Für mich schneidet/komprimiert er bestimmte Frequenzen nur (ab), die ich eig auch mit dem EQ rausnehmen kann.
Muss ich nochmal gucken, ob ich nen Tutorial dazu finde.

Wenn man Frequuenzen absenken will nutzt man grundsätzlich einen EQ. (Eigentlich um Störfrequenzen zu minimieren. Das gilt auch für Frequenzen, die sich mit anderen Instrumenten "überschneiden" um "Luft bzw. Raum zu schaffen")
Der Kompressor senkt alles was ein bestimmtes "Lautstärkelevel" überschreitet in einer bestimmten Form und Länge ab. Also komprimiert er das Signal.
Wenn Du das gleiche in einem bestimmten Frequenzbereich (kompression) erreichen willst, musst Du den Multibankkompressor nutzen

Aber EQ und Kompressor sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

Gruß
Gerd

beingmf
02-11-2016, 09:22 AM
Ich versuch erstmal bisher die Rea-Plugs zu verwenden, nur mit dem Compressor komm ich nicht klar und weiß nicht, wofür ich ihn genau nutzen soll.

http://www.delamar.de/tutorials/mixing-tutorial/

jaykeys
02-14-2016, 06:21 AM
Ich schliesse mich an und bringe es kurz auf den Punkt: ein guter Mix braucht kein Mastering.

A. Grundsätzlich gilt:
1. Die Qualität einer Aufnahme beginnt VOR der Mikrofon
2. Die Position des Mikrofons im Raum und zur Quelle ist entscheidender als jeder Amp/Vorverstärker/Wandler oder die "Aufbereitung" innerhalb der DAW (diese erstgenannten Dinge sind im Nachhinein nicht mehr zu beheben)
3. Loudness Meter zur Überprüfung, bzw. Angleichung der Pegel sind ein guter Start in den Mixingprozess
4. Erst DANACH beginnt das klangliche Formen mit Hilfe von EQ's, Dynamikprozessoren, etc.
5. Pegel kontrolliert halten (siehe 3.), denn lauter ist immer besser.

(Dabei wird man feststellen, dass die meisten "Wunderwaffen" lediglich den Pegel leicht anheben)

6 Ich mische in MONO, wenn das gut klingt, folgt
7. Aufbau eines StereoBILDES

B. Plug In Referenzen, die einerseits effektiv und andererseits klanglich relevant sind:
1. Mit den Bundles von Fabfilter, DMG, Slate Digital und McDSP ist man mehr als gut bedient.
2. Dynamic Meter gibt's z.B. von Klangfreund und Ian Shepherd
3. Wer meint, er käme ohne Mastering nicht aus, nimmt Ozone.

beingmf
02-14-2016, 07:50 AM
Absolument. Nur a) muss man es auch hören - dazu gehört Erfahrung. Und b) braucht es für diese Erfahrung definitiv keine Plugins wie unter B1. Ich glaube kaum, dass ernie im momentanen Stadium hört, wo die Stärken, Schwächen und Unterschiede eines Neve-EQ's im Vergleich zum ReaEQ liegen.

Die Frage kommt von einem absoluten Grünschnabel - und dem weiszumachen, dass man nur mit "teuren" Plugins einen brauchbaren* Mix hinbekommt, wäre der größte Fehler! 1. Song/Arrangement 2. Ohren/Erfahrung EDIT: 2a. Raumakustik 3. Equipment

* einen brauchbaren Mix (der wahrscheinlich genauso gut ist wie 30 oder 40 Prozent aller Sachen auf iTunes) bekommt man mit den reapereigenen Bordmitteln locker hin.

Ich glaube, das große Missverständnis bei Anfängern und auch Fortgeschrittenen ist zu meinen, dass man aus jeder Aufnahme alles machen kann, indem man Knöpfchen dreht und "geiles" Equipment verwendet. Falsch. Falscher. Am falschesten.

LightOfDay
02-14-2016, 08:19 AM
Ich glaube, das große Missverständnis bei Anfängern und auch Fortgeschrittenen ist zu meinen, dass man aus jeder Aufnahme alles machen kann, indem man Knöpfchen dreht und "geiles" Equipment verwendet. Falsch. Falscher. Am falschesten.

da lebt aber eine ganze industrie von.

ich habe gerade auf GS gelesen, dass jemand wissen wollte, welchen preamp man braucht um einen vocal-sound wie David Bowie hinzubekommen. grossartig. :(

so lange es leute gibt, die ernsthaft solche fragen stellen, ist es mir um die arbeitsplätze in der audio-industrie nicht bange.

jaykeys
02-14-2016, 09:08 AM
Absolument. Nur a) muss man es auch hören - dazu gehört Erfahrung. Und b) braucht es für diese Erfahrung definitiv keine Plugins wie unter B1. Ich glaube kaum, dass ernie im momentanen Stadium hört, wo die Stärken, Schwächen und Unterschiede eines Neve-EQ's im Vergleich zum ReaEQ sind.

Die Frage kommt von einem absoluten Grünschnabel - und dem weiszumachen, dass man nur mit "teuren" Plugins einen brauchbaren* Mix hinbekommt, wäre der größte Fehler! 1. Song/Arrangement 2. Ohren/Erfahrung 3. Equipment

* einen brauchbaren Mix (der wahrscheinlich genauso gut ist wie 30 oder 40 Prozent aller Sachen auf iTunes) bekommt man mit den reapereigenen Bordmitteln locker hin.

Ich glaube, das große Missverständnis bei Anfängern und auch Fortgeschrittenen ist zu meinen, dass man aus jeder Aufnahme alles machen kann, indem man Knöpfchen dreht und "geiles" Equipment verwendet. Falsch. Falscher. Am falschesten.

Korrekt, UND:

Die Haptik und Optik eines Plugins ist wie die einer DAW ein zusätzliches Kriterium in der Kauf- und Verwendungsentscheidung.
(Ich habe ja gerade eine kleine provokanten These parallel am Start, wo es um den Crossfade Editor geht.)
... und ich bleibe dabei: "effektiv UND klanglich relevant".
Aber ich gebe Dir absolut recht: mit den Onboard Mitteln kann man (wenn man weiss was man will) in jeder DAW adäquat arbeiten.

beingmf
02-14-2016, 09:28 AM
da lebt aber eine ganze industrie von.

ich habe gerade auf GS gelesen, dass jemand wissen wollte, welchen preamp man braucht um einen vocal-sound wie David Bowie hinzubekommen. grossartig. :(

so lange es leute gibt, die ernsthaft solche fragen stellen, ist es mir um die arbeitsplätze in der audio-industrie nicht bange.

Genau das hab ich auch gelesen - zumindest den Titel, bestimmt nicht den Fred. Unfassbar.

ernie
02-15-2016, 01:00 AM
danke nochmal fürs ausführliche Erklären :)

mit der Zeit kommt die Erfahrung..