View Full Version : Spuren nur optisch in Ordner zusammenfassen - wie?
el bajo
08-23-2011, 07:38 AM
Moin zusammen,
ich habe für ein Projekt einen kleinen Bläsersatz aus Posaune, Sax und Trompete erstellt, und zwar für jedes Instrument eine MIDI-Spur, die jeweils durch den Linuxsampler gejagt und wieder an eine Audio-Spur pro Instrument gesendet wird. Läuft auch alles prima.
Nun finde ich das mit den ganzen Spuren sehr unübersichtlich. Ich habe deshalb versucht, das in Ordnern etwas übersichtlicher zu machen, ungefähr so
Bläser
-----Posaune
----- -----Posaune MIDI
----- -----Posaune Audio
-----Saxophon
----- -----Sax MIDI
----- -----Sax Audio
-----Trompete
----- -----Trompete MIDI
----- -----Trompete Audio
,wobei jede Ebene hier eine Spur wäre.
Nur funktioniert mein ganzes Routing jetzt nicht mehr - durch die Ordnerbildung müssen irgendwelche Einstellungen geändert worden sein.
Ich komm leider nicht drauf. Wer weiß Rat?
Danke und Gruß
Leif
beingmf
08-23-2011, 08:20 AM
In welchem Track liegt nun das VSTi?
sunrise
08-23-2011, 08:51 AM
Hallo Leif,
ich hatte auch schon versucht, ein Track-Chaos mittels Ordnern überschaubarer zu machen.
Zunächst dachte ich, dass Dein Problem daher rührt, dass die Ordner-Struktur nicht nur optische Auswirkungen hat, sondern auch von den "Unter-Tracks" zusätzliche Sends an den Ordnertrack erzeugt werden. Das könnte auch der Grund sein, je nachdem, wo Dein VSTi liegt.
Jetzt habe ich das kurz mal nachgeprüft, und bei mir funktioniert es auch mit den Ordnern.
Hab aber nicht den Linuxsampler verwendet, damit kenne ich mich leider noch nicht aus, sondern Edirol Orchestral, wo ich auch mehrere Ausgänge habe.
Dieses hatte ich in einem Extra-Track außerhalb der Ordnerstruktur eingebaut, und dann Sends von den MIDI-Tracks mit der entsprechenden Channel-Nummer (z.B. in den Item-Source-Properties - wenn nicht schon der korrekte Kanal aufgezeichnet worden ist) zum Extra-Track verwendet und Receives von den jeweiligen VSTi-Ausgängen zu den Audio-Tracks.
Möglicherweise ist das keine übliche Vorgehensweise, und vielleicht hast Du das auch anders gemacht. Jedenfalls kann ich so nicht Deinen Fehler reproduzieren und hab keinen direkten Tip für Deine Frage.
Aber vielleicht hilft Dir ja die Beschreibung doch etwas. Denn so funktioniert es. Zumindest bei mir.
Gruß
sunrise
el bajo
08-23-2011, 09:00 AM
Der Linuxsampler ist in "Bläser", sorry. :D
Die Instrumentenbezeichnungen sollen nur optische Dummyspuren sein, die MIDI-Spuren beinhalten die Tonbefehle und die Audiospuren die Wiedergabe nach Linuxsampler.
EDIT:
Danke, Sunrise. Wenn ich dich richtig verstanden habe, habe ich das prinzipiell genauso g
sunrise
08-23-2011, 10:02 AM
Danke, Sunrise. Wenn ich dich richtig verstanden habe, habe ich das prinzipiell genauso g
Nur mit dem Unterschied, dass durch den Linuxsampler im Bläser-Ordner dieser auch ein Audio-Signal erzeugt, das die Summe aller angesteuerten Instrumente beinhaltet. Somit ist es nicht mehr möglich, die Instrumente in den Audiospuren komplett getrennt zu regeln. Daher gehört der Linuxsampler meiner Meinung nach in einen Extra-Track, um das zu verhindern. So wie ich es beschrieben habe.
Oder gibt es vielleicht doch noch eine andere Lösung?
beingmf
08-23-2011, 10:26 AM
Klar, am Beispiel Posaune:
"Bläser" sendet Audio an "Posaune Audio", welches wiederum an "Posaune", welches wiederum an "Bläser" sendet. Eine perfekte Feedbackschleife.
Ich mach das so, dass ich – und ich weiss, es ist hässlich, aber es geht nicht anders – die Audiooutputs ausserhalb der Midi-Ordnerstruktur liegen habe, und die einfärbe oder mit Icons versehe.
Diese Feedbacksache ist wirklich der einzige Wermutstropfen am automatischen Ordnerrouting. Ich denke aber, die Vorteile überwiegen, oder?
EDIT: du könntest auch "Posaune Audio" master/parent-disablieren und an eine Spur ausserhalb schicken, dann hat man wenigstens noch einen Funken Ordnung, wenn auch döbbelt gemöbbelt, wie der Sachse sagen würde.
gofer
08-23-2011, 11:51 AM
In Reaper ist es nicht so zu empfehlen, das VSTi auf dem Folder track zu haben, der die Audio Outs desselben VSTi's beinhaltet. Es gibt zwar Wege das so zu machen, aber man muss aufpassen, das man Feedback Schleifen verhindert. In deinem Beispiel sendet das VSTi Audio zu den Einzel-Audio Tracks, bekommt dasselbe Audio über die Folder Struktur (Parent send) aber gleich wieder 'rein und es geht rund und rund. Hättest du "Allow Feedback Routing" an schätz ich mal würde es mächtig pfeifen sobald du einen Ton spielst.
Wie gesagt, es gibt Wege, aber es ist mit viel weniger Hirnschmalzverbrauch verbunden, den "VSTi ist Folder" Gedanken fallen zu lassen.
Dein Beispiel würde bei mir ungefähr so aussehen:
Bläser
-----VSTi (Master/Parent Send ausgeschaltet)
-----Posaune
----- -----Posaune MIDI
----- -----Posaune Audio
-----Saxophon
----- -----Sax MIDI
----- -----Sax Audio
-----Trompete
----- -----Trompete MIDI
----- -----Trompete Audio
Um zu vermeiden, dass die Audio Kanäle 1/2 vom VSTi Track gedoppelt werden kann man einfach Master/Parent Send im VSTi Track abschalten (oder/und den Fader 'runterziehen). Fader 'runterziehen erfordert, das deine Audio Sends Pre-Fader sind, sonst senden sie ja nix.
Ausserdem werden die MIDI Tracks nicht mehr automatisch (über die Folder Struktur) zum VSTi Track geroutet, also muss man von jedem MIDI Track einen MIDI Send zum VSTi Track bauen.
Das komplette Routing kann man vom I/O Fenster des VSTi-Tracks machen (oder sich automatisch vom FX Chain Fenster Options Menü bauen lassen und die überflüssigen Tracks löschen). Hier 'n Bildchen:
http://i1110.photobucket.com/albums/h454/goferpics/Reaper%20v4%20captures/Multiout-routing2.png
Dieses Routing bewirkt ganz nebenbei, das es jetzt völlig Wurst ist, wo der VSTi Track tatsächlich ist, er könnte auch ausserhalb des Bläser Folders sein, falls du auch andere Instrumentengruppen auf demselben VSTi spielst, oder ganz unten in irgendeinem Unter-unter-unterordner, falls dir das Freude macht :eek:.
Dieser Track wird eigentlich nur noch gebraucht um das VSTi Fenster zu öffnen oder zur Plugin-Automation des Instruments. Da scheint es sinnvoll, ein Track Layout zu bauen, das nur Namen, FX-Button und Automations-Button hat, fällt mir dabei so am Rande ein :).
Edit: Hoppala, auf dem Bild sind irgendwie die Trackfarben durcheinander geraten... Ich hab das mal neu gemacht, ist doch 'n Stück deutlicher...
el bajo
08-23-2011, 12:28 PM
Puuh, das ist ne Menge. Danke euch allen!
Ich habe jetzt mal die verschiedenen Ansätze nachgebaut, um mal das Handling zu testen und die Zusammenhänge des Routing wirklich nachvollziehen zu können... ich erahne sie, aber muss da noch ne Menge üben. :D
gofer
08-23-2011, 01:29 PM
Ich versicher dir, an einem bestimmten Punkt macht es "klick" und es is plötzlich gar nicht mehr so kompliziert wie es zuerst aussieht.
Was bei Reaper anders ist, ist eben das Folder "Parents" das Signal von allen ihren "Children" empfangen und zusammenmischen, es sei denn man schaltet "Parent Send" auf den Children aus.
Das passiert ein bißchen hinterrücks, aber wenn man's weiß kan man sich damit das Leben auch schön einfach machen (Genauso hinterrücks sendet Reaper ja auch das Signal von allen Tracks auf den Master Track. So gesehen ist der Master Track eigentlich ein verkappter unlöschbarer Ober-Folder :)). Nirgendwo anders ist ne Subgruppe so schnell und ordentlich zusammengestrickt wie in Reaper.
Aber das hat eben auch ein paar wenige Konsequenzen. Wie eben "bei multiout vsti, das vsti besser nicht auf dem folder mit den audio outs drin". Na ja, ich find die Vorteile überwiegen, aber es gibt ja ne Menge Leute die sich simple visuelle Folder in Reaper wünschen. Ich für meinen Teil wünsch mir von Anfang an zwei Felder in jedem Track, eins für den Input und eins für einen Output. Weil das nunmal überall sonst auch so ist. Output macht Reaper aber nun mit dem "versteckten" Routing zum Master Track und/oder mit Sends und/oder Hardware Outputs.
Im täglichen Leben fällt mir das überhaupt nicht mehr auf, es funktioniert wunderbar, wie es ist :D.
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