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View Full Version : Eine richtig super Audio-Maschine


Dr-Mbogo
09-02-2011, 02:07 AM
Hallo Zusammen!

ich möchte mir demnächst einen neuen Audio-Rechner zulegen. Der darf ruhig ein bischen teurer sein! Das Board sollte über PCI Steckplätze verfügen, damit ich meine Delta 10/10 von M-Audio anschließen kann. Soweit ich weiß gibt es immer wieder Boards, die mit ihren Chipsätzen zu dem verbauten Ram und der CPU nicht so gut zusammenarbeiten wollen. Könnt ihr mir ein gutes Board + RAM + CPU empfehlen, die gut miteinander funktionieren - bzw. worauf muss ich beim Kauf achten, damit alles schön zusammenpasst?

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!

Grüße.
Chris

sunrise
09-02-2011, 02:50 AM
Hallo Chris,

möglicherweise hilft Dir das ein wenig weiter:
http://www.delamar.de/tutorials/delamar-audio-computer-digital-audio-workstation-8915/
Hier wurde - ohne Kompromisse - ein Musikrechner zusammengebaut.
Mir persönlich wäre er zu aufwändig und teuer gewesen.

Gruß
sunrise

Dr-Mbogo
09-02-2011, 05:30 AM
Danke für den Link sunrise,

ein Interessantes Teil. Schade, dass man dort nichts über das "wieso - weshalb - warum" erfährt; also die Kriterien, nach denen die Teile aufeinander abgestimmt wurden.

El-Rallef
09-05-2011, 04:34 AM
Könnt ihr mir ein gutes Board + RAM + CPU empfehlen, die gut miteinander funktionieren - bzw. worauf muss ich beim Kauf achten, damit alles schön zusammenpasst?

Also, welche CPU zu welchem Board passt ist im allgemeinen ziemlich klar. Zum Thema RAM würde ich einfach mal einen Blick in die Kompatibilitätsliste des Motherboards werfen: dort aufgeführte Typen werden von einem vernünftigen Motherboard-BIOS meist von selbst mit korrekten Timing-Werten versorgt (dass ein Audio-Rechner kein Kandidat für "Overclocking" oder andere Mofaschrauber-Aktivitäten ist, ist klar, oder?).

Du musst auch gar nicht mehr irgendwelche High End-Prozessoren kaufen: bisher ist es mir selbst mit massivstem Einsatz von Kontakt und Konsorten nicht gelungen, meinen i7-920 zu mehr als 30% auszulasten... wenn ich heute was schrauben würde, würde ich einen i7-2600K nehmen, da kann man dann sogar auf die Grafikkarte verzichten.

Überhaupt gilt: weniger ist mehr. Jedes zusätzliche Gerät im Rechner erhöht den Stromverbrauch (und damit potentiell den Lüfterlärm) und die Gefahr von Instabilität.

Schade, dass man dort nichts über das "wieso - weshalb - warum" erfährt; also die Kriterien, nach denen die Teile aufeinander abgestimmt wurden.

Habe den Artikel mal kurz angelesen und kann mich dieser Kritik nicht anschließen.

El-Rallef

Ollie
09-05-2011, 05:16 AM
Zum Thema RAM würde ich einfach mal einen Blick in die Kompatibilitätsliste des Motherboards werfen:

Das ist ein oft übersehenes Detail und getestete RAM-Typen landen wohl öfter eher zufällig auf den Boards.

dort aufgeführte Typen werden von einem vernünftigen Motherboard-BIOS meist von selbst mit korrekten Timing-Werten versorgt.


Genaugenommen ist es andersrum: Das Modul sagt dem BIOS mit welchen Timings es angesprochen werden möchte.


Das konnte zumindest früher auch mal in die Hose gehen, wenn die Module blödsinnige Werte im SPD stehen hatten, nach Anpassung dieser aber wohl liefen und daher möglicherweise auch auf der Liste gelandet sind (allerdings ohne Hinweis).

Zurück zum Thema...

Das Board sollte über PCI Steckplätze verfügen, damit ich meine Delta 10/10 von M-Audio anschließen kann

...bitte beim Mainboardkauf darauf achten, das jemand erfolgreich eine Audiokarte auf den PCI-Steckplätzen zum Laufen gebracht hat. Neue Chipsets haben diese nämlich u.U. nur recht unperformant hintendran geklebt bekommen.

El-Rallef
09-05-2011, 05:39 AM
[smartass]

ja, genau! :)

...bitte beim Mainboardkauf darauf achten, das jemand erfolgreich eine Audiokarte auf den PCI-Steckplätzen zum Laufen gebracht hat. Neue Chipsets haben diese nämlich u.U. nur recht unperformant hintendran geklebt bekommen.

Wobei hier die Frage erlaubt sein muss, ob ich mir, wenn ich schon "Eine richtig super Audio-Maschine" nach dem Motto "Der darf ruhig ein bischen [sic] teurer sein!" bauen möchte, die Systemarchitektur ausgerechnet von einer mehr als 10 Jahre alten Audio-Hardware diktieren lassen sollte. Je weniger Legacy-Scheiß auf dem Mainboard und im BIOS herumschwirrt, desto besser für die Stabilität.

El-Rallef

benebomber
09-15-2011, 01:38 AM
Also um auch noch meine Portion Senf (mittelscharf) dazu zu geben:

Ich hab jetzt seit ca. 4 Monaten einen neuen Audiorechner. Ich hab mir zwar nicht die Mühe gemacht, ihn individuell zusammen zu bauen, aber das tut nichts zur Sache.

Es ist ein Quad-XEON (Nehalem) mit 2,4 GHz mit (im Moment noch) 4GB RAM. Hat noch ne QuadroFX (sehr toll für Nebula CUDA), sonst aber relativ standard ausgestattet.

Nach 4 Monaten Arbeit damit muss ich sagen, dass ich mit diesem (inzwischen relativ durchschnittlichen) Prozessor bisher noch nicht mal annähernd eine nennenswerte Auslastung erreicht habe. Die Spitze waren vielleicht mal 20% oder so, wobei er seit bestimmt 2 Monaten mit 128 Samples Treiberpuffer läuft.
Daher würde ich Dir – analog meiner Vorredner – eher anraten, einen 920er oder so zu verbasteln, Dir n paar Euro dabei zu sparen, und lieber zusätzlich in ein aktuelles (FW-)Interface zu investieren. 6-12GB RAM reichen sicher fürs Erste auch aus.

Übrigens hatte ich auch ziemliche Probleme mit meinem Compatibility-PCI-Steckplatz: Meine Echo Gina 3G lief einfach nicht. Nach einiger Zeit des Einlesens und Rumärgerns fand ich raus, dass diese Serie der ThinkStations tatsächlich sehr haklig ist, was etwas ältere PCI-Geräte angeht. Hat wohl irgendwas damit zu tun, dass die Betriebsspannung der Karte sich u.U. von der Busspannung unterscheidet oder so. Also: Gina zurückgegeben, eine 20€-Belkin-PCI-Karte für den Steckplatz gekauft und seitdem schnurrt das Baby :)
Auch wenn sich das sicher nicht 1:1 auf irgendwelche anderen MoBos anwenden lässt, so ist es sicher ein Hinweis darauf, dass diese verbliebenen PCI-Steckplätze in aktuellen Systemen nicht gerade das Gelbe vom Ei sind.