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Old 08-09-2019, 09:54 PM   #15
SanguineaProject
Human being with feelings
 
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… und schon wieder einen First-Class-Tipp bekommen (-6 dB); danke auch dafür.

Nochmal ein Wort zu "fertig":

Im Studium habe ich meine ersten Seminararbeiten noch per Schreibmaschine geschrieben. Das bedeutete handschriftliche Ausarbeitung aus Zetteln, dann Abtippen. Das Tippen war dermaßen unangenehm, dass es wirklich ärgerlich war, hätte mach nach einigen Seiten festgestellt, dass man noch Absätze umstellen muss.
Damit die erste abgetippte Version wirklich fertig war, musste man sich vorher Gedanken machen.
Mit den Textverarbeitern wurde das auf einmal ganz einfach; alles konnte editiert werden, Absätze zu verschieben waren zwei Mausklicks.
In der Folge habe ich dazu geneigt, nicht mehr auf die Argumentationslinie zu achten (konnte ja alles einfach korrigiert werden), sondern einfach nur Text eingetastet. Konsequenz: die Qualität meiner Texte ließ merklich nach.
Ich habe mir dann maximal drei Phasen als Limit gesetzt: Textsammlung, Überarbeitung, Endkorrektur.

Wenn ich "früher" Musik aufgenommen habe, musste die "fertig" sein. Jeder Verspieler bedeutete "nochma von vonnäää...", man hat sich zusammengerissen.
Mit den DAWs, gerade wenn man per Midi VSTis ansteuert, wird auch das einfacher: verhauen? Egal, kann man hinterher klötzchenschiebend korrigieren.
Mit dem Rendern muss ich mir vorher Gedanken machen, was wie wo zusammenklingen soll, und auch hier habe ich das Gefühl, dass dies der Qualität förderlich ist.
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Gruß,
SP
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